Von Adler bis Ziesel – Tierbegegnungen in Kanadas Südwesten

von | 16.01.2017 | 7 Kommentare

Mit einer Reise in Kanadas Westen verbinden die meisten neben Bergen, Seen und wunderbaren Landschaften mit Sicherheit auch die Hoffnung, wilde Tiere sehen zu können. Und tatsächlich haben wir – neben dem Yellowstone in den USA – in Kanada besonders viele Tiere beobachten und teilweise auch fotografieren können. Die meisten Begegnungen konnten wir auf Vancouver Island, in den Rocky Mountains (Banff, Jasper usw.) und im Wells Gray Park verzeichnen.

Mit diesem Beitrag möchte ich von unseren Tierbegegnungen erzählen und natürlich Fotos zeigen. Die Beschreibungen sollen dir außerdem Hinweise darauf geben, wo du bei einer eigenen Reise auf welche Tiere hoffen kannst und ob es gute Orte für Fotos gibt.

Natürlich sind die Ortsangaben nur exemplarisch, wahrscheinlich wirst du an Stellen, an denen wir vorbeigefahren sind, Glück haben und an von mir beschriebenen Stellen gar nichts sehen – so ist eben die Natur. Apropos Glück: das gehört mit Sicherheit auch immer dazu!

Eichhörnchen und andere Nagetiere

Hörnchen (Sqirrels)

Eichhörnchen werden dir fast überall in Nordamerika begegnen. Um genau zu sein gibt es sie nicht nur als Baumbewohner wie bei uns (Red Squirrel), sondern auch als Bodenbewohner, die meist Ground Squirrels genannt werden (auf deutsch Erdhörnchen, Ziesel). Der Übergang zu Murmeltieren (marmots) und Präriehunden (prairie dogs) ist fast fließend.

Am niedlichsten sind die winzigen Chipmunks (Streifenhörnchen), die aufgrund ihrer flinken Bewegungen nicht leicht zu fotografieren sind. Aber auch andere Arten sind toll, das beste Foto ist mir am Peyto Lake (Banff National Park) gelungen – es handelt sich um ein Goldmantelziesel (golden-mantled ground squirrel). Vielleicht ist dir das Foto bereits von unserer Fotoparade bekannt.

Goldmantelziesel (golden-mantled ground squirrel)

Pikas

Pikas oder Pfeifhasen kommen ähnlich wie Murmeltiere im Gebirge vor, sie sind aber viel kleiner. Meistens wirst du sie nur hören, denn bei Gefahr stoßen sie einen Pfeifton aus, daher der Name.

Ebenfalls am Peyto Lake konnte ich einem Pika ziemlich nahe kommen, die Schwierigkeit lag v.a. darin, dass der Frechdachs immer dann ein Stück weiter rannte, kurz bevor ich den Auslöser drücken wollte. Erwischt habe ich ihn dann trotzdem.

Pfeifhase oder Pika

Füttern verboten!

Die Versuchung ist groß, ein zutrauliches und possierliches Hörnchen zu füttern, aber widerstehe dem bitte unbedingt!!! Frei lebende Tiere sollten nie durch Fütterung an Menschen gewöhnt werden, vieles von dem, was wir gerne essen, vertragen sie auch nicht gut, können sogar daran sterben. Außerdem sind die scharfen Zähne nicht zu unterschätzen!

Dasselbe gilt für alle Tiere: Niemals füttern! Lass nicht zu, dass Tiere dadurch krank werden oder sich oder Menschen in Gefahr bringen, z.B. weil sie auf Straßen überfahren werden oder Menschen als Futterquelle ansehen und ihre Scheu verlieren (besonders wichtig bei Bären).

Die großen Pflanzenfresser

Mal Hand auf’s Herz, die kleinen Nager sind süß, aber die Hoffnung gilt doch größeren Wildtieren, oder? Bei Kanada denkt man unweigerlich an Elche und Bären und natürlich sind die meisten Reisenden scharf auf solche Tiersichtungen und -fotos. So häufig wie in den USA, erneut v.a. im Yellowstone (Bisons!), sind wir in Kanada jedoch nicht auf große Pflanzenfresser gestoßen. Ein paar Begegnungen gab es aber schon.

Wapiti-Hirsche (Elk)

Wapitis sind nicht ganz so riesig wie die amerikanischen Elche, mit denen Touristen sie gerne verwechseln (Elch = moose, Wapiti = elk), aber richtig groß sind sie trotzdem! Daneben gibt es noch die kleineren mule deer und white-tailed deer.

Die größte Chance sie zu sehen hat man in der Morgen- und Abenddämmerung. Teilweise sind sie nicht scheu, Camper berichten immer wieder von Wapitis, die sich direkt bei den Sites des großen Whistlers Campground bei Jasper aufhalten (wir hatten leider nicht das Glück). In der Brunftzeit im September können die Hirsche gefährlich sein!

Manchmal sieht man einen Wapiti sogar tagsüber direkt neben einer Straße, in unserem Fall der stark befahrene Yellowhead Highway bei Jasper.

Elche (Moose)

Leider haben wir es immer noch nicht geschafft, einen Elch leibhaftig zu Gesicht zu bekommen. Es sind wirklich scheue Tiere, die sich meist nur in der Dämmerung zeigen und sich gerne in der Nähe von Gewässern aufhalten, wo sie Wasserpflanzen fressen. Ein ausgewachsener Bulle mit einer Schulterhöhe von bis über 2 Meter und einem Geweih von fast denselben Maßen muss eine imposante Erscheinung sein.

Dickhornschafe (Bighorn sheep)

In vielen Gebirgsregionen kannst du auf Dickhornschafe treffen, die etwas unseren Steinböcken oder Mufflons ähneln.

Oft sind die Tiere überhaupt nicht scheu und halten sich auch mal entlang von kleineren Straßen auf. Wir haben sie mehrfach gesehen, z.B. direkt vor der Einfahrt zum Redstreak Campground im Kootenay National Park oder am Lake Minnewanka im Banff National Park. Der Lake Minnewanka Scenic Drive befindet sich übrigens nicht weit vom Ort Banff entfernt und ist für Tiersichtungen nur sehr zu empfehlen!

Dickhornschafe sind oft alles andere als scheu

Schneeziegen (Mountain Goats)

Was bin ich froh darüber, dass wir Schneeziegen sehen konnten! Ich finde diese Tiere mit dem weißen Fell, die mit unseren Gämsen verwandt sind, sehr schön und habe Respekt vor ihren Kletterkünsten.

Wenn du auf dem Icefields Parkway, und zwar im Jasper National Park unterwegs bist, so kommst du immer wieder an steilen Felswänden vorbei, bei denen es sich lohnt, die Augen nach kleinen weißen, sich bewegenden Punkten aufzuhalten – es könnte eine mountain goat sein!

Mit etwas Glück kommen sie sogar in die Nähe des Highways, und zwar ein paar Kilometer südlich des Abzweigs zu den Athabasca Falls.

Schneeziegen im Jasper Nationalpark

Karibus (Caribous)

Das Woodland Caribou kommt u.a. in den kanadischen Rockies vor, der Bestand ist aber leider zurückgegangen. Im Jasper National Park trifft man z.B. entlang der Maligne Road auf Hinweisschilder, die vor die Straße überquerenden Karibus warnen und zu langsamer Geschwindigkeit auffordern.

Wir hätten liebend gerne Karibus gesehen, vielleicht haben wir in der Zukunft mal das Glück.

Unser Equipment

Blick in die Ferne am Peyto Lake, Banff National Park, Kanada

Unser Fernglas im Einsatz

Heutzutage reicht bereits ein gutes Smartphone aus, um schöne Landschaftsaufnahmen zu machen und auch einige Tierfotos gelingen. In den meisten Fällen sind die Tiere jedoch zu weit entfernt, also ist ein Teleobjektiv notwendig.

Meine Kamera ist kein teures Profi-Gerät, sondern die Sony SLT-A58, mit der ich auch sehr zufrieden bin. Fast alle Bilder, die hier in diesem Artikel zu sehen sind, habe ich mit dem Zoom-Teleobjektiv Sony SAL55300 (55-300 mm Brennweite) gemacht und bei kleinen oder weiter entfernten Tieren sind die 300 mm noch nicht einmal ausreichend. Das Objektiv kann aber schon ziemlich viel und ist nicht so teuer.

Da es uns aber nicht nur um’s Fotografieren geht, sondern auch um Beobachten und den Moment genießen, verwenden wir außerdem das Fernglas Steiner Skyhawk 3.0 10x42. Damit konnten wir z.B. einen Bären super beobachten, tolles Teil!

Die großen Alles- und Fleischfresser

Jetzt geht’s ans Eingemachte, denn ein Bärenfoto gehört für viele zu den größten „Trophäen“ des Kanada-Urlaubs. Allerdings sieht das Ganze auf den Hochglanzfotos von Profi-Fotografen einfacher aus als es ist – nicht nur dass ein Quentchen Glück dazugehört, auf einen Bären zu treffen, dieser „versteckt“ sich auch häufig hinter Büschen (um Beeren zu essen) oder es ist dämmrig, was beides ein gutes Foto erschwert.

Bären

Schwarzbären (Black bears) sind in vielen Regionen Westkanadas weit verbreitet. Es gibt übrigens auch zimtfarbene oder gar braune Exemplare, sie sind aber in jedem Fall kleiner als Grizzlies und der Kopf hat eine andere Form.

Vor unserer Reise hätten wir nicht gedacht, ca. 10 Mal auf Schwarzbären zu stoßen – einmal sogar zu Fuß. Wir haben sie sowohl auf Vancouver Island, in den Rocky Mountains (Jasper und Banff) als auch im Wells Gray gesehen. Allerdings blieb es meist bei Beobachtungen oder kurzen Sichtungen mit Auge oder Fernglas – brauchbare Fotos konnte ich leider selten machen. Eines siehst du unten.

Wenn in der Nähe einer Straße ein Bär auftaucht, führt das regelmäßig zu kleinen Staus. Leider gibt es immer wieder (dumme) Menschen, die sogar aus dem Fahrzeug aussteigen – mehr darüber in unseren Bärengeschichten (bald auf Willkommen Fernweh).

Schwarzbär in den Beerenbüschen

Leider war es uns nicht vergönnt, einen Grizzly zu sehen, was in den Rockies durchaus möglich ist. Diese ziehen sich im Sommer meist in höhere Lagen zurück; bessere Chancen hast du im späten Frühjahr (Mai-Juni), wenn die Bären aus dem Winterschlaf kommen und frisches Gras fressen, und im September, wenn sie zum Lachse-Fischen an die Flüsse kommen.

Wölfe und Kojoten

Für jeden Tierliebhaber und -fotografen gehört es neben den Bären zum größten Glück, Wölfe in freier Wildbahn zu beobachten. Und dieses Glück hatten wir im Yellowstone Nationalpark (Wyoming, USA), allerdings nicht in Kanada.

Dafür konnten wir in Kanada, und zwar zwischen Banff und dem Lake Minnewanka, in der Abenddämmerung einen Kojoten dabei beobachten, wie er eine Wühlmaus fängt. Mir ist ein ganz ordentliches Foto von ihm und seiner Beute gelungen, obwohl die Lichtverhältnisse nicht mehr die besten waren (ich habe die Lichtempfindlichkeit auf ISO 800 erhöhen müssen und mit offener Blende fotografiert).

Kojote mit Beute

Pumas (Cougars/Mountain lions) und Luchse (Lynx)

Relativ viele Pumas gibt es auf Vancouver Island, aber sie leben meist sehr zurückgezogen, durchstreifen riesige Reviere und sehen oder hören Menschen lange, bevor wir sie erspähen können. Eine Gefahr geht durch die großen Katzen für Erwachsene nicht aus, kleine Kinder könnten aber evtl. ins Beuteschema passen, weshalb man diese nie alleine im Puma-Gebiet herumlaufen lassen sollte.

Küsten- und Meeresbewohner

An den Küsten von Vancouver Island sind wir auf viele tierische Bewohner gestoßen, von denen ich nur die interessantesten aufführen will:

Wale

Es war ein wunderbares Erlebnis, auf unserer Bootstour durch die Broken Group Islands des Pacific Rim National Parks einen Buckelwal sehen zu können! Rund um Vancouver Island stehen die Chancen zwar nicht schlecht, eine Garantie auf eine Walsichtung gibt es aber natürlich nicht, v.a. auch weil wir die Tour Ende Juli machten. Details im Beitrag zum Archipelago Cruise.

Mit etwas Glück ist es auch möglich, einen Grauwal oder Orcas erspähen zu können.

Seehunde und -löwen, Seeotter

Durch die Bootstour konnten wir etliche Seehunde sehen, außerdem gibt es immer die Chance, den größeren Seelöwen zu begegnen. Über Seeotter hätte ich mich außerdem auch gefreut, leider ist keiner aufgetaucht. Diese schwimmen gerne gemütlich mit dem Bauch nach oben auf dem Wasser und gehören zu den Arten, deren Bestand sich langsam erholt.

Vögel

Natürlich würde es den Rahmen dieses Beitrags sprengen, ausführlich alle Vogelarten zu beschreiben, deshalb möchte ich hier eher auf die „besonderen“ Begegnungen eingehen.

Adler

Das Wappentier der USA, nämlich der Weißkopfseeadler (bald eagle) ist natürlich nicht nur dort, sondern auch in Kanada zu finden. Wir hatten das Glück, schon an unserem allerersten Campground im Rathtrevor Beach Provincial Park auf Vancouver Island einen Adler zu sehen!

Und überhaupt, an den Küsten und Stränden von Vancouver Island gibt es wirklich viele Adler. Die besten Sichtungen hatten wir auf unserer Archipelago Bootstour an der Westküste – teilweise gleich mehrere Adler, die sich im Flug rauften!

Weißkopfseeadler (bald eagle)
Die etwas kleineren Fischadler (osprey) konnten wir auch im Landesinneren relativ häufig entdecken. Schöne Erinnerungen habe ich v.a. an einen Adler, den ich beim Fischfang am Clearwater Lake (Wells Gray PP) beobachten konnte sowie an die Jungtiere im Nest auf der Castle Bridge (Banff Nationalpark). Laut einem Einheimischen kommen die Eltern schon seit vielen Jahren zu dieser Brücke, um ihre Jungen großzuziehen. Zwischen Mai und August lohnt sich hier also ein Stopp!
Drei fast flügge Fischadlerjunge

Eistaucher (Loon)

Der Eistaucher ist eine Art Wappentier für die Kanadier, so ist er auch auf der Rückseite der 1-Dollar-Münze abgebildet. Und jetzt weißt du auch, warum diese Münze umgangssprachlich „Loonie“ heißt. 😉

Der Loon wird relativ groß, auffällig ist sein durchdringender Ruf, der wie eine Mischung aus Wolfsgeheul und Eule klingt – relativ „spooky“, v.a. während der Abenddämmerung! Wir haben ihn auf verschiedenen Seen in den Rocky Mountains gesehen und gehört.

Kolibris (Hummingbirds)

Schon in den USA (nahe Bryce Canyon) haben wir uns ja in die kleinen und süßen Kolibris verliebt – in Kanada waren wir etwas zu spät dran, konnten einige Male nur noch die Futterstationen entdecken, aber keine Hummingbirds. Es ist erstaunlich, dass diese winzigen Vögel so lange Wanderungen von Mexiko bis nach Kanada machen, um zwischen Sommer- und Winterquartier zu wechseln.

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Fazit

Die Tierbegegnungen machen einen Teil vom Reiz Kanadas aus und auch wenn nicht immer ein Foto gelingt, werden wir sie lange in Erinnerung behalten. Außerdem sind nicht nur Bären und Elche ein Foto wert!

Bitte verhalte dich allen Tieren gegenüber immer mit großem Respekt, halte den nötigen Abstand ein und füttere sie nicht – das ist uns ein wichtiges Anliegen!

fernweh-logo-gruen-150Tipps

 

Foto-Tipp

Goldene Foto-Regel: Augen auf und Kamera bereit!

Wenn du auf Straßen durch die Weite der Natur unterwegs bist, kann du fast hinter jeder Kurve oder hinter jedem Baum auf ein interessantes Tier treffen. Allerdings sind manche davon auch schnell wieder verschwunden…

Deshalb hat es sich als nützlich erwiesen, die Kamera immer griffbereit und auch bereits gängige Einstellungen für die Tierfotografie vorgenommen zu haben (kurze Verschlusszeit, evtl. höherer ISO-Wert). Ich kann dir das nur empfehlen!

Tageszeit

Auf Tiere kannst du jederzeit stoßen, gerade im Sommer, wenn es warm ist, verziehen sich viele (große) Tiere über Mittag aber ins Unterholz. Morgens und abends nach Tieren Ausschau zu halten, wirkt erfolgversprechender, kann aber auch fotografisch heikler sein (schlechteres Licht). In der Dunkelheit solltest du in wildreichen Gegenden besser nicht Auto fahren.

Nützlich und sicherer ist es außerdem, mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs zu sein. Sollen die anderen doch ruhig überholen und an allem vorbeihuschen – der Weg ist das Ziel! (Mit einem Wohnmobil fällt das übrigens nochmal leichter.)

Fotoguide

Im Rahmen meiner Recherchen nach guten Reiseführern für Kanada bin ich auf die Foto-Guides (E-Books) von oopoomoo aufmerksam geworden. John E. Marriott hat eigens zum Icefields Parkway (Banff und Jasper National Parks) ein Buch geschrieben, in dem er kilometergenaue Angaben zu guten Tiersichtungsmöglichkeiten macht und weitere, allgemeingültige Tipps zur Tierfotografie gibt (10 $).

Die E-Books gibt es nur auf englisch und du musst Darwin kontaktieren, um von Europa aus bestellen zu können – das verläuft aber völlig problemlos. Hier zur Beschreibung: Guide to The Icefields Parkway Wildlife Edition

Noch mehr Tiere gefällig?

  • Da wäre unser Ratgeber-Beitrag zu Tiersichtungen im Yellowstone Nationalpark mit vielen Fotos. Auch wenn es sich dabei nicht um Kanada handelt, ist die Fauna doch ähnlich und meine Tipps zum Fotografieren und dem nötigen Abstand und Respekt bei Tierbegegnungen sind sowieso allgemein gültig.

Unsere Kanada-Maskottchen

Speziell auf Kanada bezogen:

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