Mit dem Finger auf der Landkarte – unsere Bucket List

von | 16.Feb.2018 | 10 Kommentare

Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags haben wir uns noch nie so wirklich Gedanken über unsere Bucket List gemacht (oder ob wir überhaupt eine haben), als Reiseblogger stolpert man aber ziemlich schnell über diesen Begriff. Dahinter verbirgt sich schlicht und einfach eine Liste mit Reisezielen, die man noch nie gesehen hat, aber gerne noch sehen würde.

Die Frage ist natürlich, ob man so eine Liste wirklich führen muss – unserer Meinung nach jedenfalls nicht, nur um „dazu zu gehören“. Es hat allerdings auch Charme, wenn man sich – wie hier im Rahmen einer Blogparade – die Listen anderer Blogger anschaut und auch, weil es Spaß macht, sich mal etwas konkreter Gedanken über die eigenen Wünsche zu machen.

Unsere Liste verstehen wir jedenfalls als dynamisch, es werden mit Sicherheit neue Ideen und Ziele dazukommen, aber bestimmt auch Punkte wegfallen, die man irgendwann mal interessant fand, inzwischen aber nicht mehr. Alles ist und bleibt im Fluss. So wie sich eben auch unser Reisestil im Verlauf der letzten Jahre weiterentwickelt hat und sich neue Vorlieben gebildet haben.

Wie sich unsere Wünsche und Vorstellungen in den letzten Jahren entwickelt haben

Und überhaupt, wie sind unsere Wünsche und Ziele denn entstanden? Kerstin und ich haben uns 2012 kennengelernt, waren davor zwar schon reisefreudig bzw. wussten, dass uns die Welt reizt, so richtig entdeckt haben wir das Reisen aber erst gemeinsam. Von Flashpacking hatten wir vorher noch gar nichts gehört, Roadtrips erst gemeinsam so richtig lieben gelernt und das Camping, vorzugsweise mit dem Motorhome in Nordamerika, im Jahr 2016 für uns entdeckt.

Wir sind gespannt, wie sich unsere Vorlieben und Reiseziele weiter verändern werden, z.B. auch dadurch, dass wir ab sofort zu dritt reisen werden, mit unserer kleinen Tochter (mehr dazu hier).

So, nun aber zu unserer Liste!

Sonnenuntergang auf dem Campground in Kanada
Sonnenuntergang auf dem Campground in Kanada

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Nordamerika

Kerstin war schon Ende der Neunziger Jahre in den USA, ich erst 2011 und so richtig lieben gelernt haben wir Nordamerika dann gemeinsam. Wunderbare Landschaftsformen und ganz viel Natur und Weite (v.a. im Westen), unendliche Möglichkeiten für Road Trips, schön angelegte Nationalparks, Camping mitten in der Natur, freundliche Menschen, morgens American Breakfast und abends Grillen oder Burger, gleichzeitig sehr gute Versorgungsmöglichkeiten (Lebensmittel, Medizin usw.), – das alles macht für uns Nordamerika aus.

Zu manchen Orten möchten wir gerne wiederkehren, viele andere haben wir noch gar nicht gesehen. Unsere Wünsche:

  • Endlich den Grand Canyon besuchen und einen eigenen Eindruck bekommen (für 2018 geplant!).
  • Den Nordwesten der USA erkunden, was wir bereits 2017 vorhatten, aber stornieren mussten (Olympic Halbinsel, Mount St. Helens, Crater Lake, Bend, Lassen Volcanic, Oregon Coast).
  • Als Baumfan will ich nach den Riesenmammutbäumen (Sequoias) unbedingt auch noch die Küstenmammutbäume (Redwoods) sehen.
  • Noch mehr Bäume, nämlich die ältesten Exemplare der Welt (Grannenkiefern) im Great Basin National Park erleben (klappt vielleicht schon 2018!).
  • Das erste Mal einen Grizzlybären und einen Elch in freier Wildbahn sehen – aus sicherer Distanz (sogar noch toller wäre ein Puma, aber das ist einfach sehr unwahrscheinlich).
  • Die Weite und Natur von Alaska (hier waren wir bislang nur kurz während eines Layovers) und Yukon mit dem Truck Camper erkunden.
  • Irgendwann nach Hawaii zurückkehren und dann einen Lavafluss mit eigenen Augen sehen können. Und wieder Honus (Meeresschildkröten) erleben!
  • Von uns noch weitgehend unentdeckt sind auch Natur und Kultur von Colorado und New Mexico, evtl. mit Startpunkt Denver.
  • Seeotter haben mich schon lange fasziniert, leider haben sie sich uns vor Vancouver Island nicht gezeigt. Wäre schön, das noch zu erleben.
  • Schon 1996 war Kerstin (noch als Schülerin) in New Orleans, mit Jazz und Sommerklima zu Ostern. Seitdem hat sich bestimmt viel verändert und wir würden die Stadt gerne mal gemeinsam sehen.
  • Auch Iowa gehört zu Kerstins Erinnerungen, wir könnten dort evtl. eine Freundin besuchen. Die Region liegt abseits der touristischen Pfade.
  • In der Karibik klingt Kuba reizvoll, Kultur aber auch Natur im Hinterland.
  • Costa Rica mit den vielen Nationalparks und exotischen Tieren.

Die Liste könnten wir (und werden es bestimmt auch noch) um viele weitere Punkte erweitern.

Bestes Roadtrip-Feeling in Nordamerika
Bestes Roadtrip-Feeling in Nordamerika

Offline-Inspiration

Neben Reiseblogs und anderen Quellen im Internet nutze ich ab und zu auch gerne Bücher, um mich für neue Reiseziele inspirieren zu lassen. Um „bei Null zu starten“ finde ich z.B. den National Geographic Bildband „Urlaubsreif? 110 Länder, 6000 Ideen“ empfehlenswert. Gut klingt auch „400 Reisen, die Sie nie vergessen werden“, wobei ich letzteres Buch noch nicht selbst besitze, nur mal durchgeblättert habe.

Europa

Unser Heimatkontinent bietet natürlich viel Kultur, Geschichte und tolle Städte, in einigen Regionen gibt es aber auch wunderbare Natur und Tiere. Und wir haben die Möglichkeit, direkt von zu Hause aus mit dem eigenen Auto zu starten – so wie letztes Jahr nach Schweden.

Unsere Wunschziele für Europa:

  • Kerstin war schon ohne mich in Kroatien und würde das sehr gerne auch mit mir und Lundi tun, wobei sich das auch sehr gut mit Slowenien und Montenegro kombinieren ließe.
  • Die Toskana ist ein weiteres Ziel, das Kerstin kennt, ich aber nicht. Sehr interessant finde ich den Urwald des Nationalparks Foreste Casentinesi.
  • Norwegen hat für uns sicher sehr viel zu bieten, ist aber leider auch teuer. Bislang waren wir nur in Oslo.
  • Ich finde den Norden Portugals mit dem Ausgangspunkt Porto reizvoll, auch zum Wandern und Roadtrippen.
  • Kerstin liebt seit ihrer Kindheit die Nordsee, zu zweit würden wir gerne mal die Insel Borkum mit Watt und Hochseeklima sehen.
  • Die wilde Naturlandschaft von Masuren, evtl. verbunden mit einem Baltikum-Trip, wäre sicher eine lohnende Tour.
  • Island haben wir schon gesehen, Grönland bislang nur vom Flugzeug von/nach Nordamerika aus. Dass es dort tolle Landschaften und die Möglichkeit von Tierbeobachtungen gibt, haben uns u.a. die Beiträge unserer Bloggerfreunde von Travelinspired gezeigt.
  • Teneriffa haben wir schon kennengelernt, bei einem erneuten Besuch der Kanaren würden uns nun eher die kleineren bzw. nicht ganz so touristischen Inseln La Gomera (Kerstin) oder La Palma (Klaus) interessieren.
Am Diablo Lake Overlook in den USA

Restliche Welt

  • Wahrscheinlich wie für die meisten, die Wohnmobil-Roadtrips mögen, bietet sich eine Tour durch Neuseeland an.
  • Genauso interessant finden wir (bzw. v.a. ich) aber Tasmanien, das irgendwie noch etwas geheimnisvoller und exotischer auf uns wirkt. Vielleicht mit der Chance, Tasmanische Teufel zu sehen!
  • China muss unglaubliche schöne Landschaft und Natur bieten, allerdings ist es für uns bislang ausgeschieden, weil wir eben auf eigene Faust losziehen wollen (und selbst fahren), was in China derzeit kaum realistisch ist.
  • Evtl. eher möglich ist dann ein Roadtrip durch Japan.
  • Südafrika und Namibia reizt uns auch. Traumhaft wäre eine Safari mit den großartigen Tierbegegnungen und fotografischen Möglichkeiten, die sich dadurch bieten.
  • Schon für 2017 hatten wir über einen Roadtrip durch Marokko oder Jordanien nachgedacht (uns dann aber für Island entschieden, größer könnten die Gegensätze wohl kaum sein).
  • Schwimmen im Toten Meer würde besonders Kerstin reizen.

Wunderbare Momente erleben, unabhängig vom Reiseziel

Beim Schreiben dieses Artikels und Brainstorming über unsere Reisewünsche habe ich mich auch wieder an einige für uns persönlich besonders schöne Momente erinnert, Momente, in denen zumindest für kurz die Zeit stehen zu bleiben schien, Momente, in denen die majestätische Naturschönheit mit voller Wucht auf uns wirkte, Momente, die ganz innig für uns waren und ewig bleiben.

Okay, das klingt vielleicht etwas übertrieben, aber solche „Magic Moments“ haben wir wirklich erlebt und wollen sie immer wieder erleben, so wie z.B. ganz allein am Aussichtspunkt oberhalb des Peyto Lake in den Rocky Mountains (Kanada). Das heißt, diese Momente gehören auf jeden Fall auch zu unserer Bucket List!

Allerdings sind solche Momente niemals planbar, nicht vorhersehbar und nicht zwingend von einem bestimmten Reiseziel abhängig. Wir können nur hoffen, dass wir sie in Zukunft – dann zu dritt – wieder erleben werden, denn sie machen einen Teil unseres Reiseglücks aus. 🙂

Blick in die Ferne am Peyto Lake, Banff National Park, Kanada
Blick in die Ferne und magischer Moment am Peyto Lake, Banff National Park, Kanada

Einschränkungen beim Reisen mit Kleinkind

Dieses Jahr, 2018, werden wir zu unserer ersten Elternzeitreise aufbrechen und freuen uns schon sehr darauf. Natürlich bedeutet ein Baby oder Kleinkind aber auch, dass es ab sofort einige Einschränkungen gibt.

Mit kleinem Kind kommen für uns nur noch solche Reiseziele in Frage, die eine gute medizinische Versorgung bieten und wo die Gefahr von Tropenkrankheiten wie Malaria möglichst nicht vorhanden ist.

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Fazit

Das Erstellen einer Bucket List stand zwar eigentlich gar nicht auf dem Plan, aber schon beim Schreiben und beim Gedankenaustausch mit Kerstin habe ich gemerkt, dass es sich gelohnt hat und wir neue Inspiration gewonnen haben. Wir wollen die Liste ja auch nicht abarbeiten, sondern ganz offen handhaben.

Dieser Beitrag ist Teil der von den Phototravellers ausgerufenen Blogparade „Bucket List“, ohne den wir wahrscheinlich gar nicht auf die Idee dieser Liste gekommen wären.
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