Island im April – Fragen und Antworten zum Ringstraßen-Trip

von | 05.Apr.2018 | 2 Kommentare

Wieso wollt ihr denn gerade im April nach Island, wenn es dort noch so kalt ist? Diese und ähnliche Fragen kommen auf einen zu, wenn man kundtut, außerhalb des auf Island ohnehin nur kurzen Sommers die große Insel mitten im Nordatlantik besuchen zu wollen.

Dabei hat es einige Vorteile, den Sommer zu meiden. Diese wollen wir dir speziell auf den April bezogen darstellen, aber natürlich auch die Nachteile nicht unerwähnt lassen.

In jedem Fall solltest du beim Reisemonat April schon vorab bei der Reiseplanung ein paar Besonderheiten berücksichtigen. In diesem Ratgeber-Artikel will ich auf möglichst viele Fragen eingehen, die sich uns vorab entweder selbst stellten oder auf die ich von anderen gestoßen bin und auch Tipps geben, die sich auf unsere Erfahrung im Reisezeitraum Anfang April beziehen. Denn dieser Beitrag basiert natürlich auf unseren persönlichen Erfahrungen.

Das Klima von Island im April

Der April ist ein typischer Übergangsmonat in Island, wobei es sich nicht um einen Frühlingsmonat wie in Deutschland handelt. Fasst du einen Island-Urlaub im April ins Auge, so musst du auf alles vorbereitet sein – es kann bereits angenehm milde und sonnige Tage geben, allerdings auch einen heftigen Wintereinbruch mit Schneesturm und eiskaltem Wind (und windig ist es auf Island eigentlich sowieso immer).

Während unseres Trips Anfang April 2017 war es noch ziemlich winterlich. Im Südwesten hatten wir ein paar Tage trübes und regnerisches Wetter, unterbrochen von Sonnenlöchern bei 0-10 Grad. Im Norden am Myvatn-See gab es Winterwetter und Neuschnee, im Anschluss war es herrlich sonnig, aber kalt (Temperaturen meist unter dem Gefrierpunkt). Zum Ende der Reise konnten wir uns dann nochmal über knapp zweistellige Temperaturen freuen, wenn auch bei kaltem Wind, dafür mit viel Sonne!

Dettifoss im April-Schnee

Sonne, blauer Himmel, aber auch Eis und Schnee: Der Dettifoss im April

Roadtrip mit Inselumrundung oder in einer Region bleiben?

Entgegen der Aussagen auf manchen anderen Webseiten ist es keineswegs so, dass eine Inselumrundung, also das komplette Abfahren der Ringstraße im April nicht möglich ist. Wir hatten insgesamt 14 Tage zur Verfügung, wovon wir 4 Tage für die Erkundung des Golden Circle vom Standquartier aus nutzten und die restlichen 10 Tage für die vollständige Ringstraße.

Allerdings musst du dir darüber im Klaren sein, dass ein Wintereinbruch auch zu Sperrungen von Teilen der Ringstraße führen kann und man dann u.U. länger an einem Ort verweilen muss als gedacht oder umkehren muss. Eine gute Portion Flexibilität ist also notwendig, wenn man im April die Ringstraße befahren will.

Unsere Tipps:

  • Buche Unterkünfte nur so vor, dass du sie kostenlos stornieren kannst oder suche dir erst vor Ort eine Unterkunft für die Nacht.
  • Plane etwas Puffer ein – 5-7 Tage empfinde ich für eine Island-Umrundung im April als zu knapp.
  • Der Rückflug sollte nicht direkt nach dem Ende des Roadtrips gebucht sein, damit im Falle von Straßensperren genug Puffer vorhanden ist.

Ist dir Sicherheit am Wichtigsten oder die Zeit sowieso knapp bemessen, dann besteht natürlich auch die Möglichkeit, nur den Süden bzw. Südwesten Islands zu bereisen.

Der schwarze Lavastrand Djúpalónssandur am Westende der Snaefellsnes-Halbinsel

Der schwarze Lavastrand Djúpalónssandur am Westende der Snaefellsnes-Halbinsel

Individuell geplant – auch im April

Natürlich gibt es viele Anbieter von (geführten) Touren bis hin zu kompletten Pauschalreisen, aber auch im Winterhalbjahr lässt sich Island ganz individuell geplant bereisen. Wir haben die Flüge, alle Quartiere und den Mietwagen selbst gebucht und ich habe die Route selbst ausgearbeitet.

Unterwegs am Golden Circle im April; Island

Unterwegs am Golden Circle im April

Allrad oder nicht? – Der richtige Mietwagen

Zu einem guten Island-Roadtrip gehört natürlich auch ein Mietwagen, denn die meisten werden mit dem Flugzeug anreisen. Aber da es sich nicht um Mitteleuropa handelt, stellt sich die Frage, welcher Mietwagen-Typ denn der richtige ist?

Klar, im Sommer ist die Situation eindeutiger: Für die Ringstraße und die Hauptstraßen reicht ein frontangetriebener Kleinwagen, während für das Hochland (F-Straßen) ein Allradfahrzeug mit ausreichender Bodenfreiheit nötig ist.

Im April ist das Hochland noch gesperrt, aber wie sieht es bei winterlichen Straßenverhältnissen – auch auf der Ringstraße – aus? Unsere Erfahrung: Wir hätten vermutlich unsere komplette Strecke auch mit Frontantrieb fahren können, wobei wir uns teilweise mit Allrad dann doch wohler fühlten. Übrigens ist nur noch ein kurzer Abschnitt der Ringstraße geschottert, 99 % sind asphaltiert.

Unser Mietwagen mit Allrad und Spikes

Unser Mietwagen mit Allrad und Spikes

Unsere Tipps:

  • Nach unseren Beobachtungen hatte Anfang April praktisch jedes Mietauto Winterbereifung mit Spikes (kleine Metall-Nägel auf der Lauffläche des Reifens, siehe Foto), die auf Schnee und Eis für einen viel besseren Grip sorgen. Wenn du sicher gehen willst, dann erkundige dich beim Vermieter, ob dein Wunschfahrzeug Spikes haben wird – ich empfand Reifen mit Spikes als hilfreicher und wichtiger als Allrad!
  • Für das Befahren der kompletten Ringstraße kann auch im April ein frontangetriebenes Fahrzeug ohne Allrad ausreichend sein. Da ein Allradfahrzeug viel teurer ist, kann sich der Verzicht darauf lohnen.
  • Hast du vor, dich besonders im Norden (der generell schneereicher ist) aufzuhalten oder willst du mehr Sicherheit, dann buche ein Allradfahrzeug, wobei es kein SUV sein muss!
  • Winterliche Straßenverhältnisse werden v.a. dann problematisch, wenn starker Wind dazu kommt. Man sollte immer die Warnungen der Straßenbehörde im Auge behalten (siehe Tipp ganz unten)!

Wir hatten ursprünglich einen Allrad-Kombi über Sunnycars (lokaler Vermieter: Budget) gebucht, der für 14 Tage ca. 900 Euro kostete. Vor Ort erhielten wir dann ein kostenloses Upgrade auf einen Allrad-SUV (Kia Sportage), mit dem wir sehr zufrieden waren.

Mit Spikes fährt es sich auf Schnee und Eis erheblich sicherer

Mit Spikes fährt es sich auf Schnee und Eis erheblich sicherer

Sollten Quartiere vorgebucht werden?

Der isländische April als absolute Nebensaison – diese Illusion muss ich dir leider nehmen, so war es vor einigen Jahren mal, aber inzwischen hat sich die Situation geändert. Geld sparen kann man auch im April, wenn man die Route schon einige Monate im Voraus plant und Unterkünfte bucht. Ich empfehle dann allerdings, auf eine kostenlose Stornierbarkeit zu achten, falls die Straßenzustände eine Planänderung erfordern.

Natürlich ist es auch möglich, sich erst vor Ort und von Tag zu Tag um einen Schlafplatz zu kümmern. Unser Ding ist es schlicht nicht so sehr, während der Reise Zeit für die Unterkunftssuche zu benötigen und außerdem hatten wir den Eindruck, dass auch im April vieles schon ausgebucht war, v.a. die günstigeren Quartiere.

Unser Hot Tub am Ferienhaus – eine Wohltat!

Unser Hot Tub am Ferienhaus – eine Wohltat!

Kann man im April noch Polarlichter sehen?

Für viele, die im Winterhalbjahr nach Skandinavien und Island reisen, ist das Auftauchen von Polarlichtern ein Traum, der in Erfüllung geht. Man könnte meinen, je dunkler, desto besser, demnach wären Dezember und Januar die besten Monate, um eine Chance auf Polarlichter zu haben, aber so ganz stimmt das nicht. So wird z.B. regelmäßig der März genannt, wenn es darum geht, eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Nordlichter zu haben.

Im April wird es dann tatsächlich immer später dunkel und die Chance auf Polarlichter schwindet, aber möglich ist es immer noch, v.a. in der ersten Aprilhälfte. Wir hatten noch am 12. April das Glück, wenn auch schwache Polarlichter sehen zu können.

Bitte reise aber niemals nach Island mit der Vorstellung, im Winterhalbjahr auf jeden Fall Nordlichter sehen zu können, sonst bist du unter Umständen enttäuscht, denn:

  • Zunächst mal muss der Sonnenwind stark genug sein, damit diese Erscheinung überhaupt auftreten kann (KP-Index);
  • dann muss es dunkel genug sein;
  • und dann muss es möglichst wenig Bewölkung geben, am besten freier Himmel – und es gibt viele Tage, an denen das nicht der Fall ist! Über den Wolken mag sich ein Spektakel abspielen, aber unten sehen wir es nicht.
  • Außerdem gibt es inzwischen so viele übertriebene Polarlicht-Fotos mit zu starker Nachbearbeitung, die man keinesfalls als Maßstab nehmen sollte, sonst ist ebenfalls die Enttäuschung programmiert.
Schwache, aber auch mit dem bloßen Auge sichtbare Polarlichter im April auf Island

Schwache, aber auch mit dem bloßen Auge sichtbare Polarlichter im April

Kann man im April eine Tour ins Hochland von Island machen?

Was im Sommer ein abenteuerliches Highlight eines Island-Trips werden kann, nämlich eine Allrad-Tour ins Hochland, ist im April nicht möglich: Noch fast alle F-Straßen (Schotter- und unbefestigte Hochlandstraßen) sind gesperrt und nicht passierbar. Auch nicht mit einem Allradfahrzeug mit viel Bodenfreiheit, es wäre schlicht zu gefährlich.

Die sehenswerte Schlucht Fjaðrárgljúfur – im Sommer grün, im April u.U. weiß

Auch im April machbar: Die sehenswerte Schlucht Fjaðrárgljúfur – im Sommer grün, im April u.U. weiß

Sind im April Gletscher- und Eishöhlentouren möglich?

Solche Touren sind zwar kostspielig, aber (oft zurecht) beliebt. Allerdings kommen wir hier zu einem echten Nachteil der Island-Reise im April: Nach meinen Recherchen handelt es sich um einen der wenigen Monate im Jahr, in denen auf Island weder Gletschertouren (oder nur sehr wenige) noch Touren zu den spektakulären Eishöhlen angeboten werden.

Die Gründe sind leicht nachvollziehbar: Auf den Gletschern liegt meist noch zu viel Schnee (der z.B. Spalten unsichtbar macht), die Touren werden erst später im Jahr angeboten, während sich das Zeitfenster für das sichere Betreten von Eishöhlen im April schon wieder geschlossen hat. Eine beginnende Erwärmung lässt solche Höhlen dann potenziell instabil und damit unsicher werden.

Somit konnten wir auch weder das eine noch das andere erleben.

Ist es im April schon lange genug hell?

Es ist kein Geheimnis, dass die Winter im Norden viel Dunkelheit mit sich bringen, während im Sommer die Sonne kaum noch untergeht. Doch wie sieht es im April aus?

Gute Nachrichten, denn im April ist es auf Island bereits länger hell als in Deutschland! Was für die Polarlichter ein Problem ist (siehe oben), das ist ansonsten ein großer Vorteil, denn die Tageshelligkeit im April erlaubt dir bereits, viel an Aktivität in den Tag zu packen!

Am Solfatarenfeld Námaskarð, Myvatn

Schon ausreichend Tageshelligkeit – hier am Solfatarenfeld Námaskarð, Myvatn

Das Treibeis auf dem Jökulsárlón ohne Bootstour erleben!

Die Gletscherlagune Jökulsárlón war eines der Highlights unseres Island-Trips im April und wir hatten den Vorteil, dafür noch nicht einmal eine Bootstour buchen zu müssen!

Weil im Sommer in der Nähe des Parkplatzes nur wenige vom Gletscher abgebrochene Eisbrocken entlang treiben, sollte man an einer der ständig startenden Bootstouren teilnehmen, um wirklich nah ans Eis heranzukommen. Anfang April war die ganze Lagune allerdings noch voller Gletschereis, von kleinen Stücken am Ufer bis hin zu Eisbergen weiter entfernt. Und damit war eine Bootstour weder möglich noch nötig.

Überzeuge dich selbst: Unser nachfolgendes Foto zeigt die Gletscherlagune Jökulsárlón und am unteren Rand kannst du auch das Ufer erkennen (und als Größenvergleich Kerstin, die mir zuwinkt).

Im April kann die Gletscherlagune Jökulsarlon noch von Eisschollen bedeckt sein

Im April kann die Gletscherlagune Jökulsarlon noch von Eisschollen bedeckt sein

Blau schimmernde Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsarlon, Island Weitere Fotos von der Gletscherlagune und vom Diamond Beach findest du im Beitrag Fotoparade 1. Halbjahr 2017 – die schönsten Bilder!

Kann ich im April Papageientaucher und andere Tiere beobachten?

Da ich auch die Nachteile einer Reise im April nicht verschweigen möchte, werde ich auch nicht unerwähnt lassen, dass die meisten der Zugvögel erst Ende April bzw. im Mai nach Island zurückkehren, wenn die Brutsaison beginnt. Papageientaucher (auf isländisch Lundi, was nebenbei bemerkt auch der Bauchname unserer Tochter geworden ist), sind im April also noch nicht auf Island zu finden.

Dasselbe gilt für viele andere Vögel, die nur in der Sommersaison auf Island heimisch sind. Anfang April waren allerdings schon viele Gänse, Schwäne und Möwen zu sehen.

Walbeobachtungstouren sind auch im April schon möglich, eine beliebte Anlaufstelle dafür ist Húsavík im Nordosten.

Typisch Island aber im winterlichen April noch ein seltener Anblick: Schafe

Typisch Island aber im winterlichen April noch ein seltener Anblick: Schafe

Mit etwas Glück sind Rentiere ganzjährig zu beobachten. Im April ist die Chance sogar etwas höher, weil die Tiere ins Flachland kommen, um dort das erste Grün abzuweiden. Wir sind im Osten, noch ein gutes Stück östlich von Höfn auf eine kleine Rentierherde gestoßen.

Rentiere im Südosten von Island

Rentiere im Südosten von Island

Wird eine Islandreise im April günstiger als in den Sommermonaten?

Generell ist Island als teures Reiseziel bekannt und so richtig viel anders ist das auch nicht im April. Dennoch kannst du außerhalb des Sommers v.a. bei den Übernachtungskosten und beim Mietwagen sparen.

Erwarte aber nicht zu viel – auf keinen Fall solltest du den April vorrangig aufgrund der Kosten als Reisezeitraum auswählen.

Mehr Sinn macht es, Flüge, Mietwagen und Unterkünfte schon lange im Voraus zu buchen, um mehr Auswahl und günstigere Preise zu haben (das gilt aber natürlich genauso oder noch mehr im Sommer). Außerdem haben wir darauf geachtet, häufiger eine Unterkunft mit Küche oder Kochzeile zu haben, um uns günstiger als Selbstversorger ernähren zu können.

Pseudokrater am Myvatn-See, Island

Pseudokrater am Myvatn-See

Ist im April mit weniger Touristen zu rechnen?

Im April ist definitiv weniger auf Island los als im Juli oder August, aber auch hier darf man sich keine Illusionen machen – Island ist in den letzten Jahren ein immer beliebteres Reiseziel geworden und wir haben den April nicht als „absolute Nebensaison“ empfunden.

Vor allem im Süden, am Golden Circle, war auch Anfang April eine Menge los, am meisten überrascht hat uns der randvolle Parkplatz am Geysirfeld.

Spürbar ruhiger ging es im Norden und Osten zu, z.B. in der Region des Myvatn, wo es uns trotz Schnee und Eis sehr gut gefallen hat. Von Menschenleere zwar keine Spur, aber überfüllte Parkplätze, von denen ich im Sommer gelesen habe, waren kein Problem.

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Fazit

Wir haben den April als guten Reisemonat für Island empfunden, wenn man sich nicht daran stört, dass die Insel noch nicht grün ist.

Es sind weniger Menschen unterwegs (v.a. im Norden), wenn auch immer noch mehr als man vermuten könnte.

Die Tageshelligkeit dauert schon länger als in Deutschland, gleichzeitig hat man durchaus noch eine Chance auf Polarlichter (v.a. Ende März, Anfang April). Mit dem Wetter kommt man klar, wenn man die richtigen Klamotten dabei hat.

Entgegen anders lautender Aussagen kann man auch im April einen Roadtrip in Form einer kompletten Inselumrundung auf der Ringstraße in Angriff nehmen, ein bisschen Flexibilität vorausgesetzt. Wir hatten viel Spaß dabei!

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Straßenverhältnisse

Was bei einem Island-Roadtrip nicht fehlen darf, ist das tägliche oder sogar mehrmals tägliche Checken der Straßenverhältnisse anhand des isländischen Webservices road.is. Auf der Übersichtskarte kann man schnell erkennen, ob ein Streckenabschnitt problemlos befahrbar, durch Schnee und Eis nur vorsichtig befahrbar oder sogar ganz gesperrt ist. Außerdem bekommt man Informationen über die örtlichen Windgeschwindigkeiten und wie viele Fahrzeuge einen Streckenposten in der letzten Stunde und seit 0 Uhr bereits befahren haben.

Kleidung

Für eine Reise nach Island im April solltest du wie erwähnt auf alle Wetterlagen vorbereitet sein, das betrifft natürlich auch die Kleidung. Am sinnvollsten empfanden wir das Zwiebelprinzip, also mehrere Lagen Kleidung übereinander an- und bei Bedarf wieder ausziehen zu können. Außerdem waren wir froh, auch wärmende Mützen, Schals und Handschuhe dabei gehabt zu haben.

Weil der Wind fast permanent bläst (und ziemlich kalt), kann es von Vorteil sein, eine windundurchlässige Kleidungsschicht dabei zu haben.

Hast du noch weitere Fragen zu Island im April, auf die ich selbst noch nicht gekommen bin? Dann schreibe sie einfach unten als Kommentar und hilf so auch gleich mit, den Beitrag noch weiter zu ergänzen!

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