Hoch hinauf – unsere drei Lieblingsberge

von | 28.Jan.2018 | 7 Kommentare

Hast du einen Lieblingsberg oder hast du dir überhaupt schon einmal Gedanken darüber gemacht? Falls nein, dann geht es dir wie uns – bis zu dem Zeitpunkt, als Schwerti seine Blogparade ausgerufen hat. Sein Artikel hat uns neugierig gemacht und überlegen lassen:

  • Welche Berge haben wir überhaupt bewusst wahrgenommen und kennengelernt?
  • Mit welchen Bergen verbinden wir besondere Erlebnisse?
  • Wodurch wird ein Berg überhaupt zu einem „Lieblingsberg“?

Man merkt, wir hätten nicht von vornherein unsere liebsten Berge aufzählen können, aber wir fanden die Fragen spannend, die Idee gut und so ist dieser Beitrag entstanden.

Auf dem Gipfel des Mauna Kea, Hawaii Big Island
Auf dem Gipfel des Mauna Kea, Hawaii Big Island

Wie es zu unseren Lieblingsbergen gekommen ist

Wahrscheinlich muss jeder seine eigene Definition finden, die einen Lieblingsberg ausmacht. Die einen haben Berge erwandert, erklettert und sogar bestiegen, die anderen machen es an einer schönen Silhouette fest. Für uns ist am wichtigsten, dass wir

  • den Berg mit eigenen Augen gesehen haben, ihn bereist haben (sollte eigentlich selbstverständlich sein);
  • besonders schöne Erinnerungen und Erlebnisse mit dem Berg verbinden
  • und ihn im Idealfall auch als Berg beeindruckend fanden.

Nach diesen Kriterien haben wir in Gedanken unsere gemeinsamen Reisen Revue passieren lassen und das Fotoarchiv durchforstet. Und hier sind sie nun, unsere drei Lieblingsberge und die Geschichten dazu:

Der Teide auf Teneriffa

Den Anfang macht ein Berg, über den man bislang nichts auf Willkommen Fernweh lesen kann, ebensowenig wie über seine Umgebung. Teneriffa haben wir nämlich schon 2013 besucht, als es dieses Blog noch gar nicht gab.

Der Pico del Teide ist das alles überragende Wahrzeichen Teneriffas und ein ruhender Vulkan. Spannender als den Berg selbst fanden wir seine Umgebung: Im Norden sind die Hänge sehr grün, da sie die Feuchtigkeit der Wolken auffangen, im Süden viel trockener. Die heutige Spitze des Teide erhebt sich aus einer gigantischen Caldera, in der ein eigenes Mikroklima existiert und die zum Nationalpark gehört. Hier sahen wir das erste Mal große Flächen erkalteter Lava.

Der Pico del Teide von der Caldera aus fotografiert
Der Pico del Teide von der Caldera aus fotografiert
Fährt man fast von Meereshöhe auf den Berg, so wird der große Temperaturunterschied spürbar: Wenn es „unten“ richtig heiß sein kann, muss man sich für „oben“ trotzdem eine Jacke einpacken – und guten Sonnenschutz!

Ein besonderes Erlebnis, an das wir uns immer noch gerne erinnern, war eine Wanderung im Kiefernwald im Norden des Teide. Wie auf dem Foto zu sehen, befanden wir uns bereits oberhalb einer Nebel- und Wolkenschicht, die im Inselnorden gerne entsteht. Wir hatten Sonne pur, tolle Aussicht und die Bäume verströmten einen herrlichen Duft. Auf dem Rückweg machten wir an einer urigen Gaststätte halt und probierten Ziegenbraten (übrigens sehr lecker und empfehlenswert!) – und so wird die Erinnerung an den Teide für uns auch noch um ein kulinarisches Element ergänzt.

Der Teide auf Teneriffa mit Kiefernwaldgürtel und Wolkenschicht
Der Teide auf Teneriffa mit Kiefernwaldgürtel und Wolkenschicht

Der Mauna Kea auf Hawaii

Und noch ein Vulkan – beim Recherchieren stellten wir fest, dass wir wohl eine Vorliebe für Vulkane haben oder ist es Zufall? Diesmal ein noch höherer, und wir waren 2015 im Gegensatz zum Teide sogar ganz oben, auf 4205 Meter über dem Meer!

Auf der Schotterstraße hinauf zur Spitze des Mauna Kea, Hawaii
Auf der Schotterstraße hinauf zur Spitze des Mauna Kea, Hawaii
Der Mauna Kea befindet sich am anderen Ende der Welt, mitten im Pazifik auf der größten Insel, die der Hawaii-Gruppe ihren Namen gegeben hat, neben Hawaii zur besseren Unterscheidung aber auch „Big Island“ genannt wird. Neben Sonnenauf- sind hier die Sonnenuntergänge ein besonderes Spektakel, für die man sich allerdings richtig warm anziehen muss!

Wir denken aber nicht nur wegen des gewaltigen Vulkans und des Sonnenuntergangs besonders gerne an den Mauna Kea, das I-Tüpfelchen war das Stargazing am Visitor Center, nachdem es völlig dunkel geworden war. Von dort oben konnten wir die ganze Milchstraße mit unzähligen größeren und kleineren Sternen in so einer Deutlichkeit und Klarheit sehen, wie wir es woanders noch nie erlebt haben – ein magischer Moment (von dem aber leider kein Foto existiert)!

Mondlandschaft über den Wolken, Mauna Kea
Mondlandschaft über den Wolken
Mehr Fotos, auch vom Sonnenuntergang, sowie den ganzen Reisebericht vom Mauna Kea findest du im Beitrag Sonnenuntergang und Stargazing auf dem höchsten Berg der Erde.

Der Mount Robson in Kanada

Unser dritter Lieblingsberg ist gleichzeitig auch „der schönste“, denn der Mount Robson erhebt sich sehr pittoresk, wuchtig und weit höher als seine Umgebung, mit knapp 4000 Metern ist es der höchste Berg der kanadischen Rocky Mountains.

Der Mount Robson ohne Wolkenschicht, Kanada
Der Mount Robson ohne Wolkenschicht
Wir haben den gleichnamigen Provinzpark in 2016 auf unserem Wohnmobil-Roadtrip durch Kanada besucht, es aber nicht bei einem kurzen Fotostopp belassen. Am Fuße des Berges kann man nämlich ganz wunderbar wandern, wobei ich die ersten Kilometer als leicht bis mittel, den weiteren Verlauf höher hinauf als anspruchsvoll bezeichnen würde.

Bei der Wanderung hatten wir das große Glück, den Mount Robson ganz ohne Wolken bewundern zu können, die die Spitze sehr oft verdecken. Die Strecke verläuft durch Wald, mit viel Moos am Boden und an einem Bach entlang. Oberhalb des Kinney Lake haben wir bei traumhafter Aussicht Rast gemacht und uns ein kleines Picknick schmecken lassen.

Es war ein herrlicher Tag, der dann auch dazu geführt hat, dass der Mount Robson einer unserer Lieblingsberge ist – obwohl wir ja auch viele weitere Berge in den Rockies gesehen haben.

Kinney Lake Trail mit Blick auf den Mount Robson
Kinney Lake Trail mit Blick auf den Mount Robson
Unseren Bericht vom Mount Robson Provincial Park und der Wanderung findest du im Beitrag Unterwegs im Mount Robson Park – höchster Berg der kanadischen Rockies.

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Fazit

Erst durch die Blogparade haben wir uns überhaupt Gedanken zu unseren möglichen Lieblingsbergen gemacht – und sind fündig geworden! Auch ohne Bergsteiger oder Bergwanderer zu sein, kann man also Lieblingsberge haben, die einfach mit schönen Reise-Erinnerungen verknüpft sind.

Tipp: Schau dir auch mal die anderen Beiträge zur Blogparade an, die bei Schwerti on Tour gelistet sind!

Hast du eigene Lieblingsberge oder wie würdest du definieren, wann und weshalb ein Berg zum „Lieblingsberg“ wird? Erzähl uns mehr in einem Kommentar unter diesem Beitrag, wir freuen uns darüber! 🙂