Ein Highlight, an dem du nicht vorbeifahren solltest – das Valley of Fire

von | 31.10.2016 | 12 Kommentare

Da das Valley of Fire etwas abseits der Autobahn zwischen Las Vegas und dem Zion National Park liegt, sparen sich einige Urlauber den Abstecher zu diesem State Park, was meines Erachtens aber ein Fehler ist – denn die Gesteinsformationen haben ihren eigenen Charme und sind so nicht in den Nationalparks zu finden. Aufgrund der nicht allzu großen Entfernung zu Las Vegas bietet sich das Valley of Fire sogar für einen Tagesausflug von dort aus an.

Andererseits führen die vorbeifahrenden Leute auch zu einem Pluspunkt für das Valley of Fire, nämlich deutlich geringeren Besucherzahlen! Nein, leer ist es dort – zumindest zu unserer Reisezeit im Sommer – nicht, aber den fehlenden Andrang spürt man doch deutlich.

Farbenspiel im Valley of Fire
Farbenspiel im Valley of Fire

Die Anfahrt über den Highway 169

Wir verlassen Las Vegas mit gemischten Gefühlen und freuen uns darauf, wieder die weite Landschaft der Weststaaten erkunden zu können. Der erste Teil der Strecke auf der I-15 Richtung St. George bzw. Zion National Park führt relativ öde durch das wüstenhafte Süd-Nevada und das Thermometer klettert auf 40 Grad Celsius.

Um ins Valley of Fire zu gelangen, nehmen wir die Straße #169 (Valley of Fire Road), die in einem großen Bogen wieder bis zurück zur Interstate führt. Bei diesem Schlenker handelt es sich inkl. der in den State Park hineinführenden Stichstraße „Scenic Drive“ um ca. 55 Meilen (88 km), gegenüber den ca. 18 Meilen der direkten Verbindung auf der Interstate also 37 zusätzliche Meilen, wobei du hinsichtlich des Zeitbedarfs zumindest einige Fotostopps einplanen solltest.

Beehive Rock

Beehive Rock

Visitor Info

Visitor Info

Fire Wave

Fire Wave

White Domes Loop

White Domes Loop

Silica Dome

Silica Dome

Scenic Drive

Scenic Drive

Atlatl Rock Campground

Atlatl Rock Campground
Nach dem westlichen Parkeingang und der Zufahrt zum Campground erreichen wir den Beehive Rock, der durch seine besondere Struktur und die rot-braune Färbung auffällt. Aber es wird noch besser, wenn man dem nach links abzweigenden Scenic Drive folgt! Dort liegt auch das Visitor Center des Parks, das zu unserem Besuchszeitpunkt leider geschlossen ist.
Beehive Rock

Der Scenic Drive – ultimative Roadtrip-Fotomotive!

Icon_camera_128Der Scenic Drive schlängelt sich durch die hügelige Landschaft, linker- und rechterhand liegen unzählige größere und kleinere Felsformationen und geben zusammen mit dem Straßenverlauf immer wieder tolle Fotomotive. Das Valley of Fire kann nicht mit einem tiefen Canyon oder bezaubernden Hoodoos aufwarten, sein Glanz liegt in den Felsen selbst, die häufig von verschiedenfarbigen Schichten durchzogen sind und von fast weiß über beige, orange und rot bis zu rosaroten und dunkelrot-violett-Tönen reichen. Die Formen haben zu Namensgebungen wie „Elephant Rock“, „Mouse’s Tank“, „Piano Rock“ oder „Rainbow Vista“ geführt.

Wir halten an mehreren Aussichtspunkten und nehmen auch die kurze Seitenstraße, die zum Silica Dome führt. Wieder zurück auf dem Scenic Drive geht es bis zu dessen Ende, wo ein großer Parkplatz und der Trailhead des White Domes Loop liegt.

Wandern – an diesem Tag ist es einfach zu heiß…

Icon HikingDer White Domes Loop Trail ist nur ca. 2 km kurz, aber entgegen unseren ursprünglichen Plänen entscheiden wir uns gegen eine Wanderung – es ist uns einfach zu heiß! Bei jedem Aussteigen aus dem klimatisierten Auto schlägt uns regelrecht eine heiße Wand entgegen und schon nach wenigen Minuten unter freiem Himmel zieht es uns wieder zum Auto zurück.

Eigentlich schade, denn die Wandermöglichkeiten im Valley of Fire sollen sehr empfehlenswert sein! Ein durch den „Grundmann“-Reiseführer inzwischen bekannt gewordenes Wahrzeichen ist die von der Co-Autorin Isabel Synnatschke „Fire Wave“ getaufte Felsformation, die die verschiedenfarbigen Sandsteinschichten besonders eindrucksvoll zur Geltung bringt, aber nur durch einen 15-minütigen Fußweg erreichbar ist (inzwischen beschildert). Im Nachhinein bin ich etwas wehmütig, weil wir diese tolle Erscheinung nicht sehen und fotografieren konnten, aber sollten wir wieder in die Gegend kommen, so ist ein längerer Besuch des Valley of Fire bereits fest eingeplant!

Bei unserer Entscheidung gegen die Wanderung werden wir auch durch Hinweisschilder bestärkt, die vor dem Unterschätzen der Hitzewirkung warnen. Wir belassen es also bei einigen Fotostopps und dem Genießen der Landschaft von der Straße aus, auch von hier aus hat das Feuertal einiges zu bieten!

Silke von Safetravels hat ebenfalls bereits das Valley of Fire besucht, dort auch gecampt und sie beschreibt in ihrem lesenswerten Blog-Beitrag „Raus aus Las Vegas – Wandern im Valley of Fire“ u.a. die schönsten Wanderungen.
Die Fahrt führt uns wieder die Stichstraße zurück zum Highway 169, dem wir nach links folgen und noch einige Gesteinsformationen bewundern können, bevor wir das Valley of Fire verlassen, bei dem es sich übrigens um den ältesten und größten State Park Nevadas handelt.
Silica Dome
Silica Dome

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Fazit

Das Valley of Fire liegt in der Wahrnehmung der meisten Reisenden etwas im Schatten der größeren und bekannteren Nationalparks wie Zion und Bryce, braucht sich vor diesen aber nicht zu verstecken!

Bei einem weiteren Besuch würden wir gerne auch wandern und eine Übernachtung auf einem der hochgelobten Campgrounds einbeziehen – hoffentlich lässt sich das mit der sommerlichen Hitze in Einklang bringen.

fernweh-logo-gruen-150Tipps

 

Reiseführer

Wie bereits erwähnt wurde die „Fire Wave“ durch die Autoren des Reiseführers USA – der ganze Westen entdeckt und so bietet es sich auch an, diesen zu verwenden.

Für mehr Details kommt dann noch die Anschaffung von Photographing the Southwest, Volume 2 in Betracht. Siehe auch mein Ratgeber-Artikel zu den besten Reiseführern für den Weststaaten-Urlaub!

Campgrounds

Die beiden Campgrounds „Atlatl Rock“ und „Arch Rock“ werden überall sehr empfohlen, sie sollen zu den schönsten Campgrounds im Bereich der „Rote-Steine-Parks“ gehören.

Wir würden sie gerne mal selbst unter die Lupe nehmen, allerdings gibt es keine Reservierungsmöglichkeit, nur fcfs (first-come first-served).

Hast du Fragen oder Anmerkungen, wie sind deine eigenen Erfahrungen? Wir sind gespannt auf deine Gedanken, bitte teile sie mit uns, indem du einen Kommentar hinterlässt. Danke!