Mini-Roadtrip von Honolulu aus: Der Tantalus Scenic Drive

von | 28.Apr.2019 | 0 Kommentare

Für die meisten Hawaii-Urlauber ist Honolulu der Einstieg in die Inselwelt, am bekanntesten wahrscheinlich der Waikiki Beach. Aber wusstest du, dass du innerhalb kurzer Zeit die Großstadt verlassen und auf einer wenig befahrenen Straße in die Natur abtauchen kannst? Möglich ist das auf dem Tantalus Scenic Drive und Voraussetzung ist lediglich ein Mietwagen, am besten ein Cabrio. Die Strecke wird übrigens auch Tantalus Round Top Road genannt.

Unser Honolulu-Trip

Honolulu auf der Insel Oahu ist die einzige Großstadt und Hauptstadt von Hawaii, das als 50. Bundesstaat zu den USA gehört. Aufgrund der Geschichte (früher Königreich) und Lage (mehrere Inseln weit abgeschieden im Pazifik, sechs Flugstunden von der US-Westküste) unterscheidet sich Hawaii jedoch nicht nur klimatisch und landschaftlich, sondern auch kulturell, spirituell und was Bräuche und Traditionen betrifft vom US-Kernland.

Unsere Zeit in Honolulu auf der am dichtesten besiedelten Insel Oahu war nicht in erster Linie durch Städte-Sightseeing gekennzeichnet und unterscheidet sich deshalb auch bestimmt von den Eindrücken vieler anderer Honolulu-Besucher. Wir haben zwar in Waikiki übernachtet, uns ansonsten aber lieber außerhalb der Innenstadt aufgehalten, weil wir Grün und Natur lieber mögen.

Auf der Suche nach möglichen Ausflügen rund um Honolulu bin ich auf den Tantalus Drive gestoßen, einer Straße, die in die Berge oberhalb von Honolulu führt und inklusive einiger Zwischenstopps ein schönes Programm für einen halben Tag hergibt.

Aussicht vom Tantalus Drive

Aussicht vom Tantalus Drive

Der Halbtagsausflug entlang des Tantalus Scenic Drive

Queen Emma Summer Palace

Wir beginnen die Route auf dem Pali Highway und besuchen zuerst den ehemaligen Sommersitz von Königin Emma, der ihr im 19. Jahrhundert als Rückzugsort diente. Heute beherbergt die Villa ein Museum sowie einen kleinen Souvenirladen, außerdem ist ein schöner Park angeschlossen. Uns ist positiv aufgefallen, dass offenbar nur wenige Touristen von diesem Ort wissen, denn an einem Montagmorgen waren wir die einzigen Besucher.

Queen Emma Palace, Honolulu

Queen Emma Palace, Honolulu

Aussicht vom Punchbowl Crater

Weiter geht es zu einem alten Vulkankrater, dem Punchbowl. Heute dient die Kraterfläche als riesiger Soldatenfriedhof, wobei wir uns mehr für die Aussicht interessieren: Hier hat man einen ersten schönen Überblick über Downtown Honolulu, Waikiki, den Diamond Head und über Chinatown auch bis zum Flughafen.

Toller Regenwald direkt neben der Straße

Toller Regenwald direkt neben dem Tantalus Drive

Die Tantalus Round Top Road

Nun biegen wir in den Tantalus Drive ein, dem Kernstück und schönsten Abschnitt der Route. Die Strecke führt über mehrere Meilen bergauf, zu Anfang noch an Wohnhäusern vorbei, weiter oben jedoch immer mehr nur durch’s Grüne. Gerade im Cabrio bietet sie einen tollen Vorgeschmack auf die Road to Hana, hat aber auch einen eigenen Charakter. Wenn man in Waikiki steht, kann man sich kaum vorstellen, so nah an der Großstadt einen so schönen, kleinen Rundtrip durch grünes Dickicht machen zu können.

Unterwegs auf dem Tantalus Drive

Unterwegs auf dem Tantalus Drive

Denn immer Grüner wird es, je weiter oben man fährt. Teilweise geht es quasi durch „Baumtunnel“ hindurch und immer wieder gibt es Gelegenheiten für einen kurzen Stopp und um die herrliche Aussicht zu genießen.

Blick in den Regenwald

Blick in den Regenwald

Lookout im Puu Ualakaa State Park

Nach dem Erreichen des höchsten Punktes der Strecke geht es wieder bergab und nach einer Weile erreichen wir den Puu Ualakaa State Park, den du auf jeden Fall für einen weiteren Zwischenstopp nutzen solltest. Vom Parkplatz aus ist ein besonders schöner Lookout nicht weit, an dem wir sogar weitgehend alleine waren. Dies ist übrigens eine große Stärke der Route – verglichen mit dem teilweise überfüllten Diamond Head ist es hier viel ruhiger.

Puu Ualakaa Lookout am Tantalus Drive

Puu Ualakaa Lookout

Danach geht es zurück auf die Strecke und nach ein paar weiteren Aussichtspunkten beenden wir diesen Mini-Roadtrip und fahren zurück nach Waikiki.

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Die Vorbereitung auf Honolulu und Hawaii

Willkommen Fernweh Buch IconIch gehöre zu den Menschen, die eine Reise gerne und relativ ausführlich planen, was auch Teil meiner Vorfreude ist. Dementsprechend habe ich mich auch vorbereitet und eingelesen, im konkreten Fall sowohl im Internet als auch über Reiseführer. Sehr empfehlenswert finde ich die „Revealed“-Reiseführer für Hawaii, auch wenn sie nur auf englisch erhältlich sind.

Für die Insel Oahu wäre das: Oahu Revealed: The Ultimate Guide to Honolulu, Waikiki & Beyond

Würden wir wiederkommen?

Hawaii ist definitiv eine eigene Reise wert (nicht nur als Badeurlaubs-Abschluss einer Weststaaten-Tour) und wir können uns gut vorstellen, Honolulu erneut zu besuchen, auch wenn uns die anderen Inseln noch besser gefallen haben als Oahu. Honolulu als Stadt hat den Vorteil, direkt am Pazifik und in unmittelbarer Nähe zu tollen Stränden, aber auch zu Regenwald und viel Natur zu liegen.

Unsere Erwartungen an den Tantalus Drive wurden übrigens erfüllt bzw. wir empfanden die Fahrt sogar schöner als gedacht.

Wieviel Zeit musst du einplanen?

Für die beschriebene Route am Tantalus Drive ist ein halber Tag ausreichend, länger nur, wenn du z.B. das Museum im Queen Emma Palace ausgiebiger besuchen willst.

Auf Oahu insgesamt lässt es sich natürlich viel länger aushalten, wobei unserer Meinung und unseren persönlichen Vorlieben nach 2-3 Tage ausreichend sind, wenn man sich dafür länger auf Hawaii (Big Island) und Kauai aufhält.

Was du unbedingt machen solltest

Ein Mietwagen ist Pflicht, wenn du unseren Mini-Roadtrip nachfahren willst. Wir haben uns für ein Cabrio (es war ein Chevrolet Camaro) entschieden und können das auch nur empfehlen – mit offenem Verdeck durch lianen-behangenen Regenwald zu fahren ist einfach ein besonderes Erlebnis.

Ein Besuch des berühmten Waikiki-Beach gehört wohl zu jedem Honolulu-Trip dazu – du solltest dir aber nicht zu viel davon versprechen, außer du stehst auf stadtnahe Strände mit viel Menschenandrang und hohem Geräuschpegel. Für unseren Geschmack gibt es sowohl auf Oahu, besonders aber auf den anderen Inseln sehr viel schönere Strände. Waikiki spätabends hatte aber was, auch wenn man dann nicht baden sollte.

Waikiki Beach bei Nacht

Waikiki Beach bei Nacht

Was würden wir in Zukunft anders machen?

Da wir uns nur für zwei Tage in Honolulu aufgehalten haben und relativ gut vorbereitet waren, gab es nichts, das wir uns hätten sparen können. Allerdings mussten wir so natürlich auch Prioritäten setzen und manches Auslassen:

  • Ein ausführlicherer Besuch verschiedener Strände war zeitlich nicht drin, v.a. der Norden von Oahu erschien uns bei unserem Kurztrip interessant.
  • Der Besuch von Pearl Harbor gehört für die meisten zum Pflichtprogramm, uns schien das aber nicht so interessant und wir haben es auch nicht vermisst.
  • Der bekannteste Aussichtspunkt ist Diamond Head, nicht weit von Waikiki. Dort oben ist es meist aber auch sehr voll, weshalb man früh morgens auf den Beinen sein muss. Unsere Aussichtspunkte am Tantalus Drive waren demgegenüber fast leer, den bekannten Blick auf Waikiki Beach hat man aber nur vom Diamond Head aus.

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Schöne Strände im Norden von Oahu

Schöne Strände im Norden von Oahu

Nun hoffe ich, dass du Lust auf deine eigene Hawaii-Reise bekommen hast und vielleicht probierst du ja auch mal den Tantalus Drive aus! Noch mehr Inspiration und Tipps bekommst du bei der Übersicht unserer Hawaii-Beiträge.

Hast du Fragen, Anmerkungen oder Anregungen oder warst du vielleicht schon mal in Honolulu? Wir freuen uns über jeden Kommentar!

Info: Dieser Artikel war zunächst als Gastbeitrag auf dem Reiseblog Hikelust veröffentlicht, der inzwischen aber nicht mehr existiert. Aus diesem Grund habe ich mich für eine Überarbeitung und Neuveröffentlichung auf unserem eigenen Blog entschieden.