Magischer Yellowstone: Heiße Quellen, hohe Geysire und blubbernde Schlammlöcher

von 17.Feb.20226 Kommentare

Auf all unseren Reisen hat uns bisher nichts so sehr fasziniert, wie der erste und älteste Nationalpark Nordamerikas: Der Yellowstone Nationalpark. Dies liegt vor allem daran, dass das Areal des Parks auf der riesigen Caldera eines Super-Vulkans liegt, der die Erde brodeln, zischen, pfeifen und in bunten Farben leuchten lässt. Komm mit uns auf die Reise durch die Attraktionen dieses großartigen ‚Freizeitparks‘.

Faszinierender Vulkanismus

Der Hotspot des Yellowstone-Vulkans, also die Zone, in der heiße Magma aus der Erde aufsteigt, ist unbegreifliche 17 Millionen Jahre alt. In dieser Zeit ist dieser Supervulkan dreimal ausgebrochen: Vor 2,1 Mio., vor 1,3 Mio. und zuletzt vor 64.000 Jahren. Unvorstellbar, oder? Wenn ein solcher Vulkan ausbricht, entsteht kein Bergkegel, sondern eine sogenannte Caldera: eine riesige kesselförmige Senke. Im Fall des Yellowstones hat diese die Ausmaße von 80 x 55 km, ist also ungefähr doppelt so groß wie das Saarland. Lange Zeit vermuteten Forscher, dass es im Yellowstone vulkanische Aktivität geben müsse, man konnte nur den Vulkan nicht finden. Erst durch moderne Satellitenaufnahmen wurde man sich bewusst, dass man die ganze Zeit auf dem Vulkan gestanden hat, den man suchte.

Detailaufnahme der fantastischen Grand Prismatic Spring im Yellowstone National Park

Oben fantastische Farben, darunter ein gigantischer Vulkan (Grand Prismatic Spring)

Als Besucher kannst du die vulkanische Aktivität an zahlreichen Naturwundern erkennen: Im Yellowstone National Park gibt es 10.000 heiße Quellen und 300 Geysire. Damit beherbergt der Yellowstone rund 60 % der Geysire dieser Erde. Diese faszinierende Landschaft inmitten der Rocky Mountains wirkt auf uns magisch, verwunschen und bizarr: Heißer Dampf steigt aus Spalten im Boden auf, Schlammtöpfe blubbern, brodeln und spucken. Mal scheint die Erde nur leise zu fauchen, mal tost es laut und wütend aus Felsspalten. Das Wetter schlägt hier Kapriolen, vor Schnee und Kälteeinbrüchen ist man das ganze Jahr nicht sicher. Doch die heißen Quellen und Pools, die wie Südsee-Lagunen ausschauen, verströmen bei jeder Jahreszeit warme Luft, die immer ein bisschen schwefelgeschwängert riecht. Thermophile Bakterien und Algen lassen die heißen Seen in den schillerndsten Farben leuchten. Es ist kaum zu glauben, dass das wirklich „echt“ ist.

Orangefarbene Quelle im Upper Geyser Basin, Yellowstone National Park

Orangefarbene Quelle im Upper Geyser Basin

Während unseres Aufenthalts haben wir uns mehr als einmal erstaunt die Augen gerieben, ob des Naturschauspiels, das der Yellowstone uns da präsentiert. Als reisefreudige Erwachsene haben wir schon viel gesehen. Wenige Tage vor unserem Besuch im Yellowstone sind wir durch das schillernde, hyperaktive Las Vegas gegangen und haben manche Attraktionen bestaunt. Aber das hier ist anders. Das hier ist echt. Mich beschleicht immer mal wieder so ein Gefühl, wie wenn man durch einen tollen Freizeitpark oder eine interessante Ausstellung geht: „Wow! Das haben die hier aber schön gestaltet“ oder „Toll, der Geysir geht hier jede Stunde!“ und ich muss mir immer wieder sagen: „Wahnsinn! Das ist nicht Werk eines kreativen Kopfes, das ist Natur!“

Damit du meine Begeisterung nachvollziehen kannst, möchte ich dir im Folgenden ein paar meiner magischen Yellowstone-Highlights vorstellen.

Schillernde Farbtöpfe und blubbernde Schlammlöcher

Im Westen des Parks liegt das Norris Geyser Basin, das nicht nur etliche Geysire, sondern auch wunderschöne Quellen und Mudpots beherbergt, ganz besonders das Porcelain Basin. Für das milchige Erscheinungsbild sind helle Mineralien verantwortlich, die auch zur Namensgebung „Porzellan-Basin“ geführt haben.

Südlich vom Norris Geyser Basin liegen die Artist Paint Pots. Der Name ist eigentlich selbsterklärend, denn die Gegend besteht aus mehreren kleinen Schlammtöpfen in den unterschiedlichsten Farben. Von oben betrachtet sieht die Gegend wie die Farbpalette eines großen Malers aus.

Diese Mudpots entstehen, wenn Sickerwasser durch den Vulkan erwärmt wird und gemeinsam mit Gasen und Säuren aus der Tiefe wieder nach oben strömt. Das säurehaltige Wasser löst das Gestein auf und bildet so blubbernden Schlamm. Durch thermophile, also wärmeliebende Algen und Bakterien verfärbt sich der Schlamm und so entsteht ein bunter Farbtopf.

Icon HikingDurch die Artist Paint Pots führt ein etwa eine Meile langer Rundweg vorbei an mehreren heißen Quellen, kleineren und zwei großen Schlammtöpfen. Auf diesem Weg gelangt man auf eine kleine Anhöhe, von der aus man einen tollen Blick über diese märchenhafte Szenerie hat. Die Luft riecht teils leicht nach Schwefel, hier empfanden wir dies aber als wenig störend.

Auch in der Nähe des großen Lake Yellowstone gibt es ein hydrothermales Feld, wo nicht nur heiße Quellen (dazu komme ich noch), sondern auch Schlammtöpfe bestaunt werden können: West Thumb. Bei unserem ersten Besuch 2014 hatten wir hier nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen können, aber in 2018 verbrachten wir hier etwas mehr Zeit und es lohnt sich! Besonders in Erinnerung geblieben sind die ungewöhnlich hellen Paint Pots samt skurriler „Gebilde“, siehe nächstes Foto.

Interessante Formen und Geblubber: Die West Thumb Paint Pots, Yellowstone

Interessante Formen und Geblubber: Die West Thumb Paint Pots

Riesige stinkende Mudpots gibt es am Dragon’s Mouth, Sulphur Caldron und Mud Volcano, die ein Stück nördlich des Lake Yellowstone liegen. Beim Dragon’s Mouth handelt sich um einen großen Mudpot, der von einem höhlenartigen ‚Mund‘ umgeben ist. Durch diese Höhle akustisch verstärkt ist ein lautes Röhren, Fauchen und Getöse zu hören. Der Schlammtopf blubbert rhythmisch und das ganze hat für uns etwas von Geisterbahn-Atmosphäre. Der beißende Gestank ist nichts für Empfindliche. Vorsichtig sollte man auch sein, wenn Wind herrscht und die säure- und mineralstoffhaltige Luft einem entgegenweht: Dies kann Kameraobjektive angreifen (UV-Filter als Schutz verwenden!), die Schleimhäute reizen und Schmuck und Metall unschön anlaufen lassen.

Beim zweiten Besuch in 2018 konnten wir an einer von einem Park-Ranger geführten Tour teilnehmen, die sehr interessant und empfehlenswert war (kostenlos!).

Imposante Geysire

Ganz besonders bekannt ist der Yellowstone natürlich für die einzigartige Anzahl und Vielfalt der Geysire. Und der berühmteste davon ist der Old Faithful. In deutschen Übersetzungen wird er als „Der alte Getreue“ bezeichnet und trägt diesen Namen, weil er zuverlässig etwa alle 90 Minuten ausbricht. Die Uhr kann man zwar nicht nach ihm stellen, zwischen seinen Ausbrüchen können 30 bis 120 Minuten liegen, meist pendelt er sich aber zwischen 60 und 90 Minuten ein. Das Nationalpark-Team schafft es meist, einen Ausbruch auf wenige Minuten genau vorherzusagen. Im Visitor Center hängen Tafeln aus, die die Eruptionszeiten der bekanntesten Geysire prognostizieren.

Bei der Haupteruption, die zwischen zwei und fünf Minuten dauert, schießt das Wasser säulenartig zwischen 30 und 55 m in die Höhe, insgesamt zwischen 14.000 und 32.000 Liter. Aber auch sein Vor- und Nachspiel, bei dem geringere Wassermengen nach oben schießen sind durchaus noch sehenswert. Da das so ist, bildet sich eigentlich dauerhaft ein Pulk von Touristen um den Old Faithful und es herrscht Jahrmarkts-Stimmung. Der Ausbruch ist aber auch von der Lodge aus noch recht gut zu sehen.

Old Faithful und Beehive Geysire
Am Upper Geyser Basin
Wenn man es weniger bevölkert haben möchte, empfehlen wir eine kleine Wanderung zum Observation Point. Hier kann man von einer Anhöhe aus den Ausbruch schön fotografieren. Wenn man Glück hat, sieht man dabei, wie wir, auch ein paar Murmeltiere.

Insgesamt bietet das Upper Geyser Basin etwa 50 geothermale Attraktionen (kleinere und größere Geysire, heiße Quellen und Pools). Vom Visitor Center am Old Faithful aus sind diese ausgeschildert und über einen Boardwalk gut zu erreichen. Für solch einen Spaziergang sollte man sich eine gute Stunde Zeit nehmen (besser länger, wenn man Fotos von ausbrechenden Geysiren machen will). 2014 haben wir das Upper Geyser Basin bei einem Abendspaziergang nach dem Dinner erkundet, 2018 waren wir gleich mehrfach hier. Wenn es abends langsam zu dämmern beginnt und nicht mehr so viele Touristen unterwegs sind, ist die Atmosphäre besonders geheimnisvoll.

Wieder eine eigene Atmosphäre hat das bereits bei den Mudpots erwähnte Norris Geyser Basin, es beherbergt sogar den weltweit höchsten Geysir, den Steamboat Geyser. Dessen Wasserfontäne kann rund 100 Meter hoch sein, die Ausbrüche sind aber völlig unvorhersagbar. Bei unserem Besuch 2014 war der Geysir jahrelang nicht richtig ausgebrochen, während kurz nach unserem Besuch 2018 eine bis heute anhaltende Reihe großer Aktivität mit vielen Ausbrüchen begonnen hat. 

Pools und heiße Quellen

Wenn ich nun meine absoluten Yellowstone-Highlights nennen soll, dann sind das der Morning Glory Pool und die Grand Prismatic Spring. Die letztgenannte schmückt daher auch die Startseite dieses Blogs.

Fading Glory – der Morning Glory Pool

Morning Glory Pool 1966 (By William Keller [Public domain], via Wikimedia Commons)

Morning Glory Pool 1966 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/MorningGloryPool1966.jpg By William Keller [Public domain], via Wikimedia Commons

Auf der Wanderung durch das Upper Geyser Basin liegt etwa 1,5 Meilen vom Visitor Center entfernt eines der Wahrzeichen des Parks: Der Morning Glory Pool. Es handelt sich dabei um eine heiße Quelle, die nur etwas größer ist als ein Kinderplanschbecken. Benannt wurde sie nach der Morning-Glory-Blume, einer leuchtend blauen Wickenart. Und tatsächlich leuchtete der Pool bis in die späten sechziger Jahre in kräftigem unergründlichen Dunkelblau. Doch seitdem beginnt sein Glanz mit den Jahren immer mehr zu verblassen. Schuld daran ist wieder einmal der Mensch!

Wir finden einen türkisgrünen Pool mit breitem gelbem Rand vor. Das ist zwar auch durchaus noch ein beeindruckender und schöner Anblick, aber als wir lesen, wie und warum der Pool seinen Glanz verliert, werden wir traurig und wütend:

Überall in der Welt finden Touristen Gefallen daran, Münzen in Brunnen, Becken oder Pools zu werfen. Möglicherweise soll dies Glück bringen, nicht so jedoch dem Morning Glory Pool. Durch Münzen und andere Gegenstände, die in den Pool geworfen werden, verändert sich seine spezifische Wassertemperatur. Dies zieht wiederum andersartige Bakterien an, die das Aussehen des Pools drastisch verändern. Der Pool verfärbt sich und verliert an Leuchtkraft.

Dies ist seit vielen Jahren bekannt und es stehen Verbotsschilder und Info-Tafeln am Pool, die dennoch ignoriert werden. Jedes Jahr holen Taucher in Spezialanzügen mühsam Unmengen an Münzen und Müll aus dem Pool. Hoffen wir, dass die Menschen sich besinnen und den Morning Glory Pool schützen, damit er auch noch in Zukunft so schön leuchtet!

Übrigens macht es bei solchen Pools und heißen Quellen einen großen Unterschied, ob man sie bei bedecktem Himmel oder bei Sonnenschein bewundern kann. Erst durch die Sonne fangen die Farben so richtig schön zu leuchten an! Während wir den Morning Glory Pool 2014 nur mit vielen Wolken am Himmel sehen konnten, hatten wir 2018 mehr Glück: ein sonniger Tag! Und welch ein Unterschied, der Morning Glory Pool war nun auch für uns ein echtes Yellowstone-Highlight.

Morning Glory Pool

Bei bedecktem Himmel: Der Morning Glory Pool 2014

Der Morning Glory Pool, eine Wucht bei Sonnenschein! (Yellowstone National Park)

Bei Sonnenschein: Der leuchtende Morning Glory Pool 2018

Grand Prismatic Spring

Auf dieses Highlight müssen wir bei unserem ersten Yellowstone-Besuch eine ganze Woche warten. Bei unserer Ankunft schlägt das Wetter um: Es wird kalt, ungemütlich und bedeckt. Keine guten Bedingungen, um die Grand Prismatic Spring in ihrer ganzen Schönheit zu sehen und zu fotografieren.

Die Grand Prismatic Spring ist größte heiße Quelle der Vereinigten Staaten und liegt im Midway Geyser Basin. Wenn man sich ihr auf dem Boardwalk am Boden nähert, was die meisten Besucher tun, erschließt sich dem Betrachter noch nicht die ganze Schönheit. Ein gelb-orangener Farbverlauf am Ufer und ein bisschen bunter Dampf. Der Pool ist so groß, dass man ihn vom Boden aus überhaupt nicht überblicken kann. Wenn dann noch das Wetter bedeckt ist, kann man schon ein bisschen enttäuscht von diesem angeblichen Highlight sein.

Wir haben aber trotzdem Glück. An unserem letzten Tag im Park (2014) wird endlich das Wetter besser: Blauer Himmel, Sonnenschein und nur ab und zu ein paar harmlose Wölkchen lassen doch noch auf ein schönes Foto hoffen, denn erst die Sonne bringt die Farben der Grand Prismatic Spring vollends zur Geltung! Icon_camera_128Wie im Buch „Photographing Yellowstone“ (siehe Tipp ganz unten) beschrieben, parken wir unser Auto am Fairy Falls Trailhead. Hier ist ein kleiner Hügel, auf den auch schon mehrere Trampelpfade führen. Wir klettern etwa 150 m den steilen Berg hinauf und sind froh über unsere Wanderschuhe. Der Weg ist beschwerlicher, als vom Parkplatz aus gedacht, aber er lohnt sich. Oben angekommen hat man eine fantastische Aussicht auf die Grand Prismatic Spring in ihrer ganzen Schönheit. Anfangs ist noch eine dicke Wolke vor der Sonne, diese schiebt sich aber nach wenigen Minuten zur Seite und lässt Grand Prismatic Spring wunderschön bunt leuchten. Man schaut von oben auf diesen bunten Farbverlauf, der von Nadelwald eingerahmt ist. Die Menschen auf dem Boardwalk sehen aus wie kleine Spielzeugfiguren. Wir sitzen eine Weile auf einem dicken Ast und schauen zu, wie das Spiel aus Wolken und Sonne die heiße Quelle immer wieder von Neuem erstrahlen lässt.

Dieses Bild, diese charakteristischen Farben bannen sich für immer auf meine Netzhaut und jedes Mal, wenn ich Bilder der Grand Prismatic Spring sehe, werde ich ein bisschen wehmütig. Auf den Aufnahmen sieht sie schon grandios aus – es ist aber nichts im Vergleich mit der Realität. Der Blick vom Fairy-Falls-Hügel hinunter zur Grand Prismatic Spring ist unvergleichlich. Nie zuvor habe ich etwas so Schönes gesehen!

Wir sind Kerstin und Klaus. Mit unserer Tochter (Lundi) reisen wir inzwischen zu dritt.
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Die Grand Prismatic Spring von oben

Der Blick vom Fairy-Falls-Hügel hinunter zur Grand Prismatic Spring ist unvergleichlich. Nie zuvor habe ich etwas so Schönes gesehen! Auch beim zweiten Mal, auf der Aussichtsplattform stehend, ist es ein magischer Moment.

Update: Aussichtsplattform!

Nachdem sich auf dem beschriebenen Hügel südlich der Grand Prismatic Spring zu viele, teils gefährlich steile Trampelpfade hinauf gebildet hatten, wurde in 2016/2017 ein offizieller Weg inkl. einer Aussichtsplattform gebaut. Bei unserem zweiten Besuch 2018 genießen wir den Anblick von dieser Plattform aus, die nun viel leichter zu erreichen ist, wenngleich auch etwas an „Exklusivität“ verloren gegangen ist. Man befindet sich auch nicht ganz so weit oben wie zuvor, das zeigt der Bildervergleich unten – nichtsdestotrotz ist dieser Aussichtspunkt v.a. bei Sonnenschein ein Highlight und für uns ein magischer Ort!

Grand Prismatic Spring, Yellowstone National Park, USA

2014: Die Grand Prismatic Spring vom Hügel aus, den es „wild“ über einen steilen Pfad zu erklettern galt.

Einzigartig: Die Grand Prismatic Spring vom neuen Overlook aus fotografiert

2018: Die Grand Prismatic Spring von der 2016/17 neu angelegten Aussichtsplattform aus.

Weitere heiße Quellen

Natürlich beschränkt sich die Auswahl an heißen Quellen nicht auf diese beiden Highlights, es gibt eine enorme Anzahl weiterer Pools zu entdecken. Dabei ist die Farbenvielfalt enorm, neben hell leuchtend bis tief blauen Quellen gibt es auch solche mit vorwiegend orangener, grünlicher oder ganz dunkler Farbe. Manche sind „nur“ ziemlich warm, andere haben kochend heißes Wasser. Sie alle aufzuzählen ist in diesem Beitrag natürlich nicht möglich und auch nach insgesamt 13 Tagen Yellowstone haben wir bei weitem nicht alle gesehen, also Augen auf!

Neben den heißen Quellen im Upper und Midway Geyser Basin haben uns besonders auch die Pools im Biscuit Basin und West Thumb Geyser Basin beeindruckt.

Black Pool am West Thumb Geysirfeld, Yellowstone National Park

Black Pool am West Thumb Geysirfeld

Ein mystischer Wasserfall

Icon HikingMystic Falls, Yellowstone National ParkEmpfehlenswert ist eine von Rangern geführte Wanderung vom Biscuit Basin zu den Mystic Falls (nicht weit vom Old Faithful entfernt). Die Wanderung ist insgesamt etwa 2 Meilen lang und auch für ungeübte Wanderer leicht zu bewältigen. Es geht zunächst vorbei an kleineren Geysiren, die zuverlässig alle 8-10 Minuten ausbrechen. Die junge Rangerin, die uns führt, erzählt unterwegs unterhaltsame Geschichten über die Pioniere, die einst den Park entdeckten.

Die Mystic Falls selbst sind ein Wasserfall, der etwa 20 Meter kaskadenartig vom Madison Plateau in die Tiefe fällt. Das Besondere ist, dass man sich auf den ganzen Weg von unten nach oben immer wieder der geothermalen Aktivitäten bewusst wird. Es dampft aus dem Boden, als würde in vielen kleinen Zwergenhöhlen gerade gekocht.

Bei Zeitangaben von geführten Wanderungen sollte man beachten, dass häufig nur die einfache Strecke gemeint ist. Für den Weg vom Biscuit Basin zu den Mystic Falls war eine Stunde angegeben, die benötigt man aber, um bis nach oben zu gelangen. Für den Rückweg sollte man nochmal ebenso viel Zeit kalkulieren.

Fazit

Der Yellowstone National Park ist wahrlich einer der beeindruckendsten und geheimnisvollsten Orte der Erde und für uns persönlich ist dieser älteste Nationalpark der Erde wohl der schönste Ort in Nordamerika!

Neben den hydrothermalen Aktivitäten und Naturwundern hat der Yellowstone noch viel Weiteres zu bieten, von dem wir dir einiges in weiteren Beiträgen zeigen. Auch die Größe und Wildheit des Parks macht den Reiz aus, erfordert gleichzeitig aber auch eine gute und vorausschauende Planung der Übernachtungsmöglichkeiten und der Länge des Aufenthalts.

fernweh-logo-gruen-150Tipps

 

Unterkünfte

Wir empfehlen, unbedingt eine Unterkunft direkt im Park zu buchen, auch wenn sie teurer ist! Die Lodges, Cabins und Campgrounds sind schön und Unterkünfte außerhalb haben nicht dieselbe Atmosphäre, außerdem sind die Anfahrtzeiten nicht zu unterschätzen. Gebucht wird komplett über Xanterra, am besten mind. 9 Monate im Voraus!

Willkommen Fernweh Buch Icon

Buchempfehlung

Neben unserem „Standardwerk“ für die Weststaaten, dem Grundmann (USA – der ganze Westen) oder USA Nordwesten, empfehle ich noch explizit „Photographing Yellowstone“. Das Buch gibt es nur auf englisch, es leistet jedoch sowohl bei der Tagesplanung als auch vor Ort wertvolle Dienste – nicht nur für Fotografen!

Urige Lodge

In der Old Faithful Lodge, Yellowstone National ParkEin besonderes, wenn auch nicht billiges Highlight sowohl für die Unterkunftswahl als auch zum Essen gehen (reichhaltiges Frühstücksbuffet und leckeres Dinner, frühzeitig reservieren!) sind sowohl Old Faithful Lodge als auch Lake Yellowstone Hotel. Ein Besuch lohnt sich auch alleine wegen der beeindruckenden Architektur!

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Dieser Beitrag ist Teil der von Saskia auf ihrem Blog „Ai See the World“ ausgerufenen Blogparade „Dein schönster Ort in den USA“.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine komplett überarbeitete und aktualisierte Version des im April 2016 erstmals veröffentlichten Originals.