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Was tun gegen Reiseübelkeit und Seekrankheit?

Was tun gegen Reiseübelkeit und Seekrankheit?

von | 22.03.2017 | 3 Kommentare

Kennst du solche Situationen: Bei der Reisevorbereitung oder auch vor Ort liest oder hörst du von Wildlife- oder Walbeobachtungstouren und beeindruckenden Helikopterrundflügen, aber du kannst dich nicht richtig dafür begeistern, weil du Angst vor Reiseübelkeit hast? Dich schrecken eventuell sogar schon ein paar Serpentinen im Auto, weil dir schlecht werden könnte?

Kerstin hat schon häufiger mit Reiseübelkeit zu tun gehabt und wir möchten dir ein paar der von ihr probierten Gegenmittel vorstellen.

Wichtig: Wir schildern hier nur unsere eigenen Erfahrungen. Unsere Tipps können keine weitergehende bzw. auf deine persönliche Situation zugeschnittene Beratung ersetzen, die z.B. ein Heilpraktiker, Apotheker oder Arzt leisten kann.

Woher kommt die Reiseübelkeit?

Etwas vereinfachend erklärt handelt es sich bei Reiseübelkeit um eine Täuschung des Gehirns, das sich scheinbar widersprechende Signale nicht richtig zuordnen kann.

Nehmen wir als Beispiel das Fahren auf einer kurvigen Strecke: Das Gleichgewichtsorgan meldet nur eine schwache Bewegung, schließlich befindest du dich in einer sitzenden Position – die Augen übermitteln aber ganz etwas anderes, nämlich schnelle Bewegung und Richtungsänderung in der Kurve. So ähnlich verhält es sich auch auf einem Boot bzw. Schiff oder beim Fliegen.

Je stärker die Diskrepanz zwischen scheinbarem Stillstand und Bewegung bzw. Richtungsänderung, desto verwirrter reagiert der Körper: Dir wird schwindelig, übel und wenn es schlimm wird, musst du dich sogar erbrechen. Deshalb haben auch die wenigsten ein Problem mit Autofahren auf gerader Strecke, Fliegen ohne Turbulenzen im Großraumjet oder einer Fahrt auf einem großen Schiff bei ruhiger See.

Seekrankheit kann einem eine Bootstour vermiesen...
Seekrankheit kann einem eine Bootstour vermiesen…

Situationen, in denen dir schlecht werden könnte

Anders sieht es aus, wenn du zwar sitzt oder stehst, die äußeren Bewegungen bzw. Richtungswechsel aber heftiger werden:

  • Beim Autofahren: Auf einer kurvenreichen Strecke bzw. wenn es bergig wird und Serpentinen dazukommen, verstummt Kerstin als Beifahrerin häufiger mal – aber nicht, weil sie nicht mehr mit mir reden will, sondern weil ihr übel ist …
  • Seekrankheit: Die wunderbare Bootstour mit Archipelago Cruises war tatsächlich der erste richtige Ausflug auf dem Wasser, den wir zu zweit unternommen haben. Auf Hawaii und auch schon auf Teneriffa haben wir bewusst auf eine Walbeobachtungstour oder Ähnliches verzichtet, weil Kerstin schnell seekrank wird. Zum Glück haben wir seit der Bootstour von 2016 nun auch andere Erfahrungen.
  • Helikopterflüge: Eines unseres Highlights auf Hawaii, um genau zu sein Kauai, war ein Rundflug mit einem Hubschrauber. Anfangs war Kerstin überhaupt nicht darüber glücklich, dass ich diesen Flug unbedingt machen wollte, aber zum Glück habe ich mich durchgesetzt. Wir können das nur sehr empfehlen, können aber auch die Angst davor verstehen, dass einem eine einsetzende Übelkeit den ganzen Tag „versaut“…
Der Helikopter für den Rundflug über Kauai
Auch bei einem Helikopterrundflug kann einem übel werden

Welche Mittel können gegen Reiseübelkeit und Seekrankheit helfen?

Tabletten und Reisekaugummis

Ziemlich bekannt und deshalb auch kein Geheimtipp sind Tabletten und Kaugummis, die meist Diphenhydramin oder Dimenhydrinat als Wirkstoff einsetzen. Diese Präparate hat Kerstin auch immer mal wieder verwendet, allerdings bislang nur in Form der bekannten Reisetabletten.

  • Vorteil: Sie wirken ziemlich gut, Übelkeit oder Würgereiz lassen nach oder treten erst gar nicht auf.
  • Nachteil: Sie haben leider Nebenwirkungen! Direkt spürbar und je nach Situation ziemlich doof kann es sein, dass man durch die Einnahme müde wird, evtl. sogar etwas benommen (Quelle). Alles um einen herum scheint einem relativ egal zu sein.

Beim Autofahren (zumindest wenn man selbst am Steuer sitzt) sind diese Reisetabletten deshalb auch ein No-Go, denn sie schränken die Fahrtüchtigkeit ein.

Aber selbst, wenn du nur Beifahrer bist oder gar nicht im Auto sitzen musst: Das, was dir auf dem Boot, im Helikopter oder Flugzeug noch hilft, kann dir den Rest des Tages durchaus etwas verderben, denn da willst du ja nicht müde und matt sein! Kerstin verwendet solche Präparate also nur selten und mit Vorsicht.

In der Form von Kaugummis soll die Müdigkeit übrigens weniger stark auftreten, dazu haben wir aber keine eigenen Erfahrungen. Wahrscheinlich ist die beabsichtigte Wirkung dann aber ebenfalls schwächer.

Sanfte Alternativen

Selbst fahren statt Beifahrer sein

Einen großen Unterschied macht es für Kerstin tatsächlich, wenn sie selbst fährt. Da du beim Selbstfahren gezwungen bist, immer nach vorn zu schauen und selbst für die Bewegungsänderung verantwortlich bist, indem du den Wagen steuerst, kommt es seltener zu Übelkeit, weil die oben beschriebene Diskrepanz zwischen Bewegung und Stillstand so etwas schwächer ausfällt. Inzwischen hat es sich bei uns etabliert, dass Kerstin die besonders kurvigen Strecken selbst fährt, zumal es für sie unter diesen Umständen unmöglich ist, auch noch auf die Karte zu schauen.

Kerstins Seabands (Akupressurbänder, sind in versch. Farben erhältlich)

Kerstins Seabands (Akupressurbänder, sind in versch. Farben erhältlich). Links die Außen- und rechts die Innenseite mit der Akupressurkugel.

Seabands

Während unserer Bootstour mit Archipelago Cruises haben wir erstmals Akupressurbänder („Seabands“) gegen Reiseübelkeit kennengelernt. Die Anbieter der Bootstour haben sie an alle Teilnehmer der Tour verteilt. Die kleinen Stoffbänder haben an der Innenseite eine kleine feste Plastikkugel, die Druck auf den sogenannten Nei-Kuan-Punkt (P6) ausübt (siehe auch unser Foto). Dieser Akupressur-Punkt liegt an der Innenseite deines Unterarms und du findest ihn, indem du drei Querfinger in Höhe des Handgelenks angelegst. Unterhalb der drei Finger positionierst du das Akupressurband. Die Seabands werden nur im Doppelpack verkauft, denn es ist sinnvoll, sie an beiden Armen zu tragen.

Vielleicht fragst du dich, ob Akupressurbänder wirklich wirken?

Wir haben damit auf der Bootstour sehr gute Erfahrungen gemacht. Kerstin war höchstens zwischenzeitlich ein bisschen schummrig und auch von den anderen Teilnehmern klagte niemand über Übelkeit. Kerstin hat die Seabands später auch bei Landeanflügen, Fährfahrten und Autofahrten eingesetzt und spürt eine deutliche Verbesserung.

Laut Hersteller können die Seabands bei jeglicher Art von Übelkeit eingesetzt werden: Reiseübelkeit, Seekrankheit, Schwangerschaftsübelkeit oder auch Übelkeit, die durch Alkohol oder Medikamente verursacht wird.

Lunch auf dem Boot – gut zu sehen ist das Akupressurband (Seaband) an meinem Arm
Lunch auf dem Boot – gut zu sehen ist das Akupressurband (Seaband) an meinem Arm

Um Geld zu sparen, kaufen wir übrigens gerne in einer Online-Apotheke ein und können dir aus eigener Erfahrung die Shop-Apotheke empfehlen, die neben den angesprochenen Reisetabletten auch Seabands führt.

Ingwer

Eine weitere sanfte Alternative ist Ingwer. Die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle beruhigen den Magen und mindern Übelkeit und Brechreiz. Kerstin liebt Ingwer (ich allerdings mag ihn nicht so sehr, er ist mir zu scharf) und hat auf Reisen immer Ingwerbonbons in der Tasche. Der frisch-scharfe Geschmack lenkt ein bisschen von der Übelkeit ab und unterdrückt den Würgereiz. Dennoch ist die Wirkung verglichen mit den Seabands weniger deutlich.

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Fazit

Ob als Seekrankheit oder auch beim Fliegen und Fahren, Reiseübelkeit kann in jeder Form unangenehm sein und einem die Lust auf bestimmte Aktivitäten nehmen. Vor allem mit den Seabands (Akupressurbändern) haben wir für uns eine gute Möglichkeit entdeckt, Übelkeit und Schwindel entgegenzuwirken und Ausflüge wie z.B. eine Bootsfahrt in unsere Reisen aufnehmen zu können. In schlimmeren Fällen bleibt außerdem noch der Griff zur Reisetablette aus der Apotheke.

Mir ist Transparenz wichtig, daher der Hinweis: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Shop Apotheke. Bilder und Text sind vollständig von mir erstellt und der Beitragsinhalt entspricht meiner eigenen Meinung, die durch die Zusammenarbeit nicht beeinflusst wurde. Ich freue mich, wenn ein Unternehmen meinen Blog finanziell unterstützen will und du kannst dir sicher sein, dass ich nur solche Kooperationen annehme, die meine Authentizität nicht infrage stellen und zu Willkommen Fernweh passen.

Bist du auch von Reiseübelkeit betroffen? Wir sind neugierig und würden uns sehr freuen, wenn du in einem Kommentar über deine eigenen Erfahrungen berichtest! 🙂