Wie schützt du dich vor Diebstahl auf Reisen? • Pacsafe Test

von | 05.12.2015 | 2 Kommentare

Wohin mit Wertgegenständen wie Geldbeutel, Schlüssel, Kamera, Handy, Tablet und womöglich sogar Laptop, wenn man unterwegs ist und diese Dinge nicht alle bei sich tragen kann oder will? Das werden sich viele Reisende bestimmt schon einmal gefragt haben und deshalb möchte ich einen Artikel zum Diebstahlschutz schreiben.

In welchen Situationen droht Diebstahl?

Dass man vor Diebstahl nie ganz gefeit ist und gerade in Städten und belebten Fußgängerzonen auf der Hut sein sollte, ist klar und darum geht es mir hier auch gar nicht. Aber wie sieht es zum Beispiel am Strand aus? Icon_Dieb_256Auf Ibiza habe ich selbst erlebt, wie ein Dieb mit meinem Rucksack losgerannt ist, ich konnte ihm gerade noch hinterher rennen und er ließ die Beute fallen. Aber das hätte natürlich auch anders ausgehen können.

Bei der Planung unseres Hawaii-Urlaubs ist mir die Problematik wieder besonders deutlich geworden, v.a. weil wir ein Tablet und eine Spiegelreflex-Kamera dabei haben und nicht nur Geldbörse und Handy. Aber selbst letzteres kann man nicht einfach mit ins Wasser nehmen… Und als Flashpacker und Individualreisender (oder sogar auf einer Weltreise) bleibt man ja nicht den ganzen Urlaub im Hotel und am hauseigenen Pool und kann seine Sachen einfach im Hotelsafe lassen.

Also konkret geht es mir um folgende Situationen:

Am Strand / am Badesee

Es steht ein Ausflug zum Strand an oder auf einer Tagesetappe ergibt sich die Möglichkeit, unterwegs zu baden. Kamera, Handy und Wertsachen (Ausweise) hat man natürlich dabei, da man sie unterwegs braucht. Aber wohin damit, wenn man ins Wasser will?

Natürlich haben wir die Sachen auch schon mal im Auto gelassen, das ist aber eigentlich keine so gute Idee und an manchen Parkplätzen wird auch immer wieder davor gewarnt. Mancher Dieb hat nur auf diese Möglichkeit gewartet und man glaubt kaum, wie schnell er unbemerkt das Auto aufgemacht, Sachen herausgeholt und sich wieder entfernt hat… Und dann wäre immer noch der Schlüssel vom Mietwagen…

Die effektivste Möglichkeit beim Baden: Die Wertsachen einfach nie ungeschützt alleine lassen! Effektiv, ja, aber schön und praktikabel? Nein! Wir wollen natürlich auch mal zu zweit ins Wasser, fänden es nur ausnahmsweise akzeptabel, dass einer von uns immer bei den Sachen bleiben muss.

Das bedeutet: Entweder nicht zu zweit baden oder das Risiko eingehen…

Wohin mit den Wertsachen am Strand?

Wohin mit den Wertsachen am Strand?

Beim Wandern / Spazierengehen / Sport

Ich gebe zu, beim Wandern fällt es noch am leichtesten, alle Wertgegenstände mitzunehmen, weil man meist einen Rucksack dabei hat – und die Kamera benötigt man ja für schöne Fotos. Aber auch hier gibt es Situationen, in denen man wegen eines kleinen Spaziergangs nicht alles „mitschleppen“ will oder kann. Das betrifft auch bestimmte Sportarten.

Übernachtung im Hostel

Wie sieht es aus, wenn ich in einem Mehrbettzimmer oder Hostel mit Schlafsaal übernachte? Zugegebenermaßen nicht unsere bevorzugte Übernachtungsmöglichkeit, aber auch nicht ausgeschlossen. Nicht jedes Haus bietet Schließfächer o.ä. an, was mache ich dann mit meinen Wertsachen?

B&B Zimmer ohne Safe

B&B Zimmer ohne Safe

Hotels / Zimmer ohne Safe

So ähnlich verhält es sich mit Hotels und Ferienwohnungen ohne Safe im Zimmer. Wohin mit den Wertsachen, wenn man zum Essen, zum Pool oder woanders hin gehen will?

Und selbst wenn ein Safe im Zimmer vorhanden ist, diesen kann man ja nicht mitnehmen. Ein Safe ist nur die halbe Miete, wenn überhaupt.

Auf dem Campground

Übernachtung im Zelt oder Camper: Einen fahrbaren Untersatz hat man zwar meistens dabei, aber wie sicher sind die Sachen dort? Oder lieber mit ins Zelt nehmen?

Welche Möglichkeiten habe ich, meine Sachen unterwegs vor Diebstahl zu schützen?

Ich denke du hast verstanden, was ich meine und um welche Situationen es geht. Also: was kann ich nun tun, um meine Sachen besser zu schützen?

Alles bei sich tragen?!

Beim Baden unmöglich, aber z.B. beim Wandern eine sehr gute Option: Wertsachen in Tasche oder Rucksack packen, Kamera möchte man wahrscheinlich sowieso dabei haben und los geht’s.

Am Strand oder in manch anderen Situationen (nur mal kurz spazieren oder Essen gehen, verschiedene Übernachtungsvarianten) ist dies jedoch schlicht nicht möglich oder total unpraktisch.

„Tragbarer Safe“

Beim Recherchieren und Nachdenken, was man noch tun könnte, um die Sachen zu schützen, bin ich dann auf den Travelsafe von Pacsafe gestoßen, habe ihn bestellt und auf Hawaii zum ersten Mal getestet.

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Der Travelsafe von Pacsafe

Der Hersteller Pacsafe hat sich auf Produkte zur Diebstahlsicherung spezialisiert, die besonders für Reisende und Urlauber interessant sein können. Die Produkte von Pacsafe sind nicht billig, weshalb ich auch eine Weile überlegt habe, ob ich den Travelsafe kaufen soll oder ob die Gefahr nicht überbewertet wird. Letztlich habe ich mich dann aber dafür entschieden und es bis jetzt nicht bereut! Denn selbst wenn der materielle Verlust zu verschmerzen wäre oder gar die Hausratversicherung zahlt, haben die Dinge oft einen hohen ideellen Wert (persönliche Gegenstände, Urlaubsfotos), der schwer zu ersetzen ist und wichtige Dokumente zu ersetzen kostet Zeit. Letztendlich kann einem so ein Erlebnis schon ganz schön die Urlaubsstimmung trüben.

Wie funktioniert der Travelsafe / Pacsafe?

Beim Travelsafe handelt es sich – vereinfacht ausgedrückt – um einen „Sack“ oder eine oben offene Tasche aus wasserabweisenden Material, in welchen ein Stahlnetz eingearbeitet wurde. Die Öffnung wird mit einem Stahlseil zugezogen, fixiert und mit einem Zahlenschloss versehen (die Bilder sprechen für sich). Das Stahlseil ist lang genug, um es um eine Stange, ein Rohr, die Autositzhalterung, einen Ast oder einen nicht zu dicken Baumstamm zu legen, so dass der Pacsafe weder geöffnet noch entwendet werden kann. Außerdem verfügt er über zwei Handgriffe.

Das Prinzip ist eigentlich genial, denn nun haben wir auch in den Situationen mehr Sicherheit und v.a. ein besseres Gefühl, in denen „Wertsachen bei sich tragen“ keine oder nur eine unpraktikable Alternative wäre:

  • Wir haben fast an jedem Strand eine Möglichkeit gefunden, den Travelsafe an einer Wurzel, einem Ast oder Baum zu befestigen und konnten entspannt zu zweit ins Wasser gehen. Manchmal baumelte er an einem dicken Ast und wir konnten vom Wasser aus ab und zu mit einem Blick sehen, dass alles in Ordnung ist. Ein beruhigendes Gefühl!
  • Zwar seltener, aber manchmal haben wir auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Travelsafe am Autositz oder einer Öse im Kofferraum zu befestigen und so zu verstauen, dass er von außen nicht sichtbar ist. Ein Dieb müsste schon einen Bolzenschneider dabei haben oder anderweitig mit Gewalt vorgehen, um den Travelsafe mitnehmen zu können. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.
  • An ein Heizungsrohr o.ä. angeschlossen kann der Travelsafe auch im Hotelzimmer oder der Ferienwohnung seinen Zweck erfüllen.

Was passt hinein?

Wir haben uns für den Travelsafe mit 12 Litern Volumen entschieden, das Teil ist also relativ groß. Dafür passt aber auch einiges hinein, nämlich:

  • Tablet (iPad);
  • Kamera mit 2 Wechselobjektiven (sogar in der Kameratasche, geht geradeso);
  • Handys, Schlüssel, Geld;
  • Das 13 Zoll Notebook würde auch passen, allerdings nur, wenn die Kamera ohne Tasche verstaut wird.

Unbefüllt ist der Pacsafe flach und lässt sich einmal falten und einigermaßen gut verstauen. Auch mit den Sicherheitskontrollen am Flughafen gab es keine Probleme (ich hatte ihn im Handgepäck), außerdem verfügt das Zahlenschloss zusätzlich über ein TSA-Schloss.

Wie sicher ist der Pacsafe?

voll bepackter Jeep

Mietwagen als Transportmittel

Der Travelsafe soll Diebe v.a. abschrecken. Natürlich könnte man mit Bolzenschneider, Maschinen oder anderer grober Gewalt den Travelsafe öffnen. Aber es ist auch gar nicht das Ziel, ein „Hochsicherheitsbehältnis“ zu haben, das dann so schwer wäre, dass man keine Lust hat, es zu tragen (der 12-l-Travelsafe wiegt übrigens 640 Gramm).

Die meisten Diebe sind auf der Suche nach einem leichten Ziel, und genau hier setzt der Travelsafe an: Am Strand oder auf einem belebten Parkplatz rennt niemand mit Bolzenschneider herum oder nimmt sich die Zeit, den dreistelligen Zahlencode herauszufinden. Es gibt so viele andere Touristen, wo der Diebstahl um ein vielfaches einfacher und genauso lohnend wäre.

Mit einer Schere, einem Messer oder einer kleinen Zange ist dem Travelsafe jedenfalls nicht beizukommen, da bin ich sicher. Etwas problematisch könnte der Schutz von Schlüsseln und Teilen sein, die klein genug sind, um durch das Stahlnetz der Außenhaut zu passen (diese müsste vorher natürlich noch aufgeschnitten werden).

Pro und Contra

P

Vorteile

  • Sehr guter Schutz der Wertsachen.
  • Ruhigeres Gefühl, wenn man Dinge zurücklassen muss.
  • Zahlenschloss (kein Schlüssel, den man auch wieder bei sich haben müsste).
  • Flexible Befestigung an Stangen, Ästen, Autositz etc.
  • Gut verstaubar im Handgepäck. TSA-Schloss für das aufgegebene Gepäck (USA).

O

Nachteile

  • Nicht gerade günstig
  • Etwas mehr Zeitaufwand beim Packen und Auspacken nötig, da ja immer auf- bzw. zugeschlossen und das Stahlseil um die Öffnung zugezogen werden muss.

Fazit

Wir sind sehr zufrieden mit dem Travelsafe von Pacsafe und haben den Kauf nicht bereut. Er war auf Hawaii sehr nützlich und wird es bestimmt auch auf weiteren Reisen und Roadtrips sein.

Deshalb unsere Empfehlung, die wir nur solchen Produkten geben, von denen wir selbst überzeugt sind!

Wertsachen bei sich tragen, wenn möglich – und sie im Pacsafe verstauen zu können, wenn nötig, gibt uns auf Reisen ein sicheres Gefühl.

Kaufen?

Der Travelsafe ist in folgenden Größen bei Amazon käuflich zu erwerben:

Hast du eigene Erfahrungen oder Ideen bezogen auf den Diebstahlschutz auf Reisen? Oder Fragen und Anmerkungen zum Pacsafe? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar!