Der Granville Island Public Market – eines unserer Vancouver-Highlights

von | 28.09.2016 | 6 Kommentare

Von Stand zu Stand ziehen, leckeres Fingerfood probieren und richtig schlemmen oder frische Nahrungsmittel von lokalen Anbietern einkaufen, das alles kannst du auf dem Granville Island Public Market in Vancouver erleben. Wir sind hier sowohl auf eigene Faust als auch im Rahmen einer gebuchten „Foodie Tour“ unterwegs gewesen.

Granville Island Public Market

Granville Island Public Market

„Der leckerste und fluffigste Donut, den ich je gegessen habe!“

Klaus beim Essen eines Honey Dip Donuts

Granville Island Public Market

Seit über 30 Jahren gibt es den Granville Island Public Market, der frische Früchte, Gemüse, Backwaren, Süßigkeiten und Speisen im Angebot hat. Die Produkte sind zu einem sehr hohen Prozentsatz „local“, d.h. in British Columbia produziert. Der Markt liegt auf der Halbinsel Granville sehr schön am südlichen Ende von Downtown Vancouver am False-Creek-Meeresarm. Sowohl in der Markthalle selbst als auch außerhalb mit Blick auf Meer und Innenstadt, befinden sich viele Sitzgelegenheiten, so dass man den Marktbesuch auch prima für ein Frühstück oder Mittagessen nutzen kann.

Neben dem Farmers Market gibt es noch eine weitere Markthalle mit Kunsthandwerk ebenfalls „made in BC“.

Wir empfehlen mit dem Fahrrad, Bus oder Aquabus zum Markt zu fahren, denn der Stadtverkehr in Vancouver ist, wie in allen Großstädten, eine Herausforderung und es gibt nur wenige Parkplätze.

Der Granville Island Public Market

Die Foodie-Tour

Am ersten Tag unserer Erkundung von Vancouver steht die Granville Island Market Tour des Veranstalters „Vancouver Foodie Tours“ auf dem Programm, die wir schon im Vorfeld gebucht hatten. In einer kleinen Gruppe gehen wir geführt von Sarah über den Granville Island Public Market und an 8 Stationen gibt es etwas zu probieren und interessante Geschichten und Informationen. Unsere Foodie-Tour startet morgens um 10:30 Uhr, wir werden von Sarah in Empfang genommen und es gibt eine kleine nette Vorstellungsrunde, schließlich wird man die nächsten zweieinhalb Stunden gemeinsam verbringen. Rucksäcke, Fahrradhelme und andere hinderliche Gegenstände kann man im Büro der Foodie-Tours sicher verstauen.

Die erste Station ist das Restaurant Edible Canada. Hier ist ein Tisch für die Gruppe reserviert und es gibt eine kleine Portion geschmortes Gemüse auf Hummus mit kanadischem Lachs, dazu Weißwein aus dem Okanagan Valley. Sarah erzählt uns, dass 70 % der Zutaten dieses Gerichts aus British Columbia, 20 % aus anderen kanadischen Provinzen und nur 10 % aus dem Ausland stammen. Es schmeckt unglaublich lecker und da es zu diesem Zeitpunkt jetlag-bedingt nach unserer inneren Uhr sowieso eher 19:45 Uhr ist, fällt es uns auch gar nicht schwer, um 10:45 Uhr Weißwein zu trinken.

Beim Kaffeeröster JJBeans gibt es frischen Kaffee aus der French Press zum Mitnehmen, für Kinder gibt es alternativ Hot Chocolate. Mit dem Kaffeebecher in der Hand laufen wir weiter zu Terra Breads, wo es für jeden von uns ein Tütchen mit verschiedenen Brotsorten gibt: doppelt gebackenes Früchtebrot, Walnussbrot und Rosmarinbrot. Das Brot ist auf Sauerteig-Basis und hat eine krosse Kruste und einen weichen Kern und kann damit gut mit dem Brot mithalten, das wir aus Deutschland gewohnt sind. Als leckeren Brotbelag gibt es in den nächsten Stationen Wurst- und Käsespezialitäten. Unser Favorit ist die Salami mit schwarzem Trüffel – wunderbar.

Danach gehen wir zu einem Stand, an dem allerlei Obstsorten angeboten werden, v.a. Kirschen aus dem Okanagan-Valley (das für seine durch mildes Klima begünstigte Obstproduktion bekannt ist). Die Kirschen sind dick, saftig und lecker. Sie werden fast schon kunstvoll präsentiert, zu kleinen Pyramiden aufgeschichtet.

Als kleine Erfrischung gibt es danach eine eisgekühlte White-Tea-Lemonade, ökologisch verträglich im kompostierbaren Becher.

Lee's Donuts (super sind die Honey Dip!)

Lee’s Donuts (super sind die Honey Dip!)

Klaus’ Highlight sind die frischen Donuts bei Lee´s Donuts. Hier macht man aus dem Donuts-Backen eine kleine Wissenschaft. Jeden Morgen stimmt man die Außentemperatur mit der Temperatur des Wassers für den Teig ab, damit die Donuts schön fluffig werden. Wir stehen am „Secret Window“, einem Fenster nach außen und schauen zu, wie die Donuts frisch gemacht werden. Für jeden gibt es einen Honey Dip Donut, der noch warm, richtig groß und unglaublich lecker ist.

Zum Abschluss gibt es bei Edible Canada noch Trüffelsalz, Ahornsirup und Schokopralinchen zu probieren.

Markterkundung auf eigene Faust

Wir haben die zweieinhalbstündige Tour sehr genossen und fanden alles sehr lecker. Der Markt hat uns sogar so gut gefallen, dass wir ihn am nächsten Tag erneut besuchen und uns einige Stände anschauen, an denen wir zuvor nur vorbeigelaufen waren.

Klaus lässt es sich nicht nehmen, erneut einen Honey Dip Donut zu essen, während ich mich auf leckeres frisches Sushi freue.

Downtown Vancouver von Granville Island aus

Gefällt dir Willkommen Fernweh?

Dann melde dich bei unserem Newsletter an und du verpasst keinen neuen Beitrag mehr! Weitere Infos

Wir lehnen Spam ab und versenden deshalb auch keinen!

Wer schreibt hier?

Wir sind Kerstin und Klaus. Wir lieben es die Welt zu erkunden und dir Anregungen und Tipps für deine eigene Reise zu geben!

Mehr über uns

Beliebt:

Der Truck Camper für einen Camping-Roadtrip in Kanada oder USA

Ein Roadtrip mit dem Wohnmobil, das haben wir bei unserer Tour durch den Südwesten Kanadas kennen- und lieben gelernt. Unser Truck Camper war einfach super! Spielst du vielleicht auch mit dem Gedanken oder hast du sogar schon ganz konkret einen Truck Camper im Sinn? Dann ist dieser Artikel genau richtig, in dem ich dir unseren TC genau vorstellen möchte.

Fotoparade 1. Halbjahr 2017 – die schönsten Bilder

Es ist wieder Zeit für eine neue Fotoparade, bereits die dritte, an der wir teilnehmen und auf die wir uns schon im Vorfeld gefreut haben! Unsere Fotos sind während unserer Reisen in die Vogesen und nach Island entstanden – es erwarten dich also traumhafte Bilder mit winterlicher Stimmung.

Welche Reiseziele sind für einen Roadtrip besonders geeignet?

„Welches Reiseziel außerhalb von Nordamerika (USA, Kanada) ist deiner Erfahrung nach ebenfalls sehr gut für einen Roadtrip geeignet und was macht den besonderen Reiz dieses Reiseziels aus?“ Lies die Antworten anderer Reiseblogger auf diese Frage im Rahmen unseres Roundup-Posts.

Alles über Layover: Schlaflos in Seattle und anderswo

Viele Reisende bevorzugen Nonstop-Flüge, oft ist dieser jedoch nicht verfügbar oder unverhältnismäßig teuer. Ich erkläre dir alles Wissenswerte zu Zwischenlandungen und wie du diesen Layover sogar für einen richtig schönen Ausflug nutzen kannst, inkl. mehrerer Beispielberichte!

Fazit

Der Granville Island Public Market ist unbedingt einen Besuch wert. Die vielen üppigen Stände sind nicht nur kulinarisch reizvoll, sondern auch eine wahre Augenweide. Wenn du die Foodie-Tour mitmachst, empfehlen wir dir, vorher auf keinen Fall zu frühstücken. Wir waren am Ende sehr satt und zufrieden!

fernweh-logo-gruen-150Tipps

 

Foodie Tours

Neben der Granville Island Market Tour (ab $ 50) werden mehrere weitere Foodie Tours angeboten, beliebt ist z.B. auch die Food Truck Tour.

Übrigens: Unter der Woche sind die Touren etwas günstiger als am Wochenende, außerdem konnten wir von einem Early-Bird-Discount profitieren, weil wir bereits im April buchten.

Zeiteinteilung

An beiden Besuchstagen hatten wir den Eindruck, dass es ab dem Mittag erheblich voller auf Granville Island wird und auf dem Markt mit mehr Andrang zu rechnen ist.

Daher empfehlen wir den Besuch am Vormittag und – wenn möglich – unter der Woche!

Hast du Fragen oder Anmerkungen, wie sind deine eigenen Erfahrungen? Wir sind gespannt auf deine Gedanken, bitte teile sie mit uns, indem du einen Kommentar hinterlässt. Danke!