New York in einem halben Tag

von | 12.04.2016 | 3 Kommentare

New York ist immer eine Reise wert – und selbst wenn du nur ein paar Stunden Zeit hast, kann es sich lohnen, einen Eindruck von Manhattan zu bekommen. Ich beschreibe unseren ersten Besuch New Yorks im Rahmen eines neunstündigen Layovers (Zwischenstopps).

Zwischenlandung in New York

Das eigentliche Ziel der USA-Reise meines Bruders und mir ist Florida – unser Rückflug geht jedoch über New York, wo wir umsteigen müssen. Schon bei der Flugbuchung entscheiden wir uns für den angebotenen längeren Zwischenstopp, der uns zwischen Ankunft und Abflug ca. neun Stunden in NYC beschert.

Wir haben sofort im Hinterkopf, den Flughafen verlassen und uns New York anschauen zu wollen – insbesondere, weil wir die Stadt noch nicht kennen. Es wäre doch schade, einfach nur am Flughafen zu sitzen und zu warten! Stattdessen rechnen wir mit netto ca. 5 Stunden, die wir in Manhattan verbringen wollen.

Alles, was du über einen Layover (Zwischenstopp, Zwischenlandung mit Umsteigen) wissen musst, erfährst du hier im Layover-Ratgeber!

Central Park

Central Park

Times Square

Times Square

Top of the Rocks

Top of the Rocks

World Trade Center

World Trade Center

Empire State Building

Empire State Building

Welche Ziele sind in der kurzen Zeit sinnvoll?

Natürlich erfordert so ein kurzer Aufenthalt etwas Planung im Vorfeld, denn wenn wir die 5 Stunden erst damit verbringen müssten, wie wir in die Stadt kommen und was wir dort tun könnten, wäre es doch schade um die wertvolle Zeit.

Ich mache mich also schon im Vorfeld der Reise schlau, wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln am schnellsten in die City kommen und welche Sehenswürdigkeiten sich für einen ersten Eindruck von Manhattan anbieten. Da die Subway-Linie vom Flughafen JFK am Südrand des Central Park entlang führt, ist dieser als erstes Ziel schon mal festgelegt. Wir entscheiden uns außerdem dafür, auf die Aussichtsplattform eines Wolkenkratzers hochfahren zu wollen, das ist als Überblick bestimmt eine gute Sache. Naheliegend ist dann noch der Times Square – schön wäre auch der Besuch des World Trade Center oder der Freiheitsstatue gewesen, aber hierfür fehlt uns einfach die Zeit. Es ist wichtig, eigene Prioritäten zu setzen, damit der Kurzbesuch entspannt und ohne Hetze ablaufen kann!

Mit der U-Bahn zum Central Park

Wir nehmen die Subway, um nach Manhattan zu fahren und steigen südlich des Central Park aus. Dass wir bis hierhin unterirdisch unterwegs waren, hat einen ungeahnten Vorteil: Als wir aus dem U-Bahn-Schacht auf die Straße treten, sind wir von den Häuserschluchten und Wolkenkratzern überwältigt! Wie gesagt, wir waren zuvor noch nie in New York.

Von nun an erkunden wir einen Teil Manhattans zu Fuß. Zum Central Park ist es nicht weit, dafür ist der Park wirklich riesig! An manchen Stellen verlieren wir das Gefühl, überhaupt in einer Großstadt zu sein. Wir haben unglaublich viel Glück mit dem Wetter, blauer Himmel und Sonnenschein satt bei etwas über 20 Grad Anfang Mai, da kann man sich in New York wohl nicht beklagen. Dementsprechend sind viele Leute im Park unterwegs, einige nutzen das gute Wetter sogar für Picknick und Sonnenbad.

Broadway und Times Square

Nachdem wir ein gutes Stück im Central Park unterwegs waren, laufen wir nun auf dem berühmten Broadway und vorbei an (Musical-) Theatern in Richtung Times Square. Wir kennen ja Frankfurt am Main, was auch als „Mainhattan“ bezeichnet wird, aber gegen das „echte“ Manhattan wirkt Frankfurt wie eine Kleinstadt – wir hätten nicht gedacht, dass der Unterschied so groß ist.

Auf dem Times Square ist eine Menge los, hier tummeln sich Menschen aus aller Herren Länder. Die Häuserfassaden bestehen zum Großteil aus riesigen Video-Displays, ganz so wie man es aus dem Fernsehen kennt. Aber es ist kein Fernsehen, wir sind jetzt wirklich hier!

Icon_Eat_128Bisher hat unsere Zeitplanung gut funktioniert und so beschließen wir spontan, Bubba Gump einen Besuch abzustatten. Wir versorgen uns nicht nur mit T-Shirts, sondern lassen es uns nicht nehmen, Shrimps & Co. im dazugehörigen Restaurant zu essen. Die Inneneinrichtung ist sehr rustikal, wenn man die Welt hinter den Fensterscheiben ausblendet, könnte man auch meinen, irgendwo weit abseits der Zivilisation zu sein. Das Essen ist zwar nicht günstig, aber empfehlenswert und unsere Laune könnte besser nicht sein!

Top of the Rocks – jetzt geht es hoch hinaus!

Frisch gestärkt wollen wir nun noch auf einen der Wolkenkratzer hoch und die Skyline New Yorks von oben bewundern. Ursprünglich stand das berühmte Empire State Building auf dem Plan, aber dann hatte ich gelesen, dass es dort zu einer längeren Wartezeit kommen kann – Zeit, die wir nicht haben!

Icon_city_256Die Alternative hat sich für uns sogar als die bessere Wahl herausgestellt: Das Rockefeller Center! Dort soll die Wartezeit kürzer sein und man liest immer wieder, dass die Sichtbedingungen von der Aussichtsplattform „Top of the Rock“ besser sind. Also nix wie hin!

Als wir das erste Mal Sichtkontakt zum Rockefeller haben, meint mein Bruder nur beeindruckt: „DA willst du hoch? Das ist VERDAMMT HOCH!!!“ Tja, in New York muss man schon etwas höher hinaus, wenn man was sehen will. Das Rockefeller Center ist knapp 260 Meter hoch, damit zwar kleiner als das Empire State Building, aber es hat eine ideale Lage zur Aussicht auf die Stadt. Und das Empire State mit auf dem Foto zu haben ist ja auch was, oder?

Rockefeller Center, Top of the Rocks
Rockefeller Center, Top of the Rocks
Die Wartezeit stellt sich tatsächlich als erträglich (und mit unserem Zeitbudget verträglich) heraus und schon stehen wir im Aufzug, der richtig schnell nach oben saust. Die Aussichtsplattform ist in zwei Ebenen gestaltet und dadurch sowohl zum Schauen als auch zum Fotografieren ideal: Die Sicht von der obersten Plattform wird weder durch Scheiben noch durch Gitter behindert!
Blick vom Rockefeller Center über Manhattan
Blick vom Rockefeller Center über Manhattan
Wir sind einfach nur happy und uns stehen die Münder offen – was für eine krasse Stadt! Der Blick zum Empire State Building (und heute auch zum One World Trade Center) ist richtig schön, in der Ferne können wir auch die Freiheitsstatue erkennen. Und zur anderen Seite können wir erst von hier oben ermessen, welch gigantische Fläche der Central Park einnimmt!
Central Park vom Top of the Rocks aus
Central Park vom Top of the Rocks aus

Zurück zum Airport

Doch auch der schönste Tag geht mal vorbei, wir halten uns recht lange auf Top of the Rock auf, doch so langsam müssen wir uns wieder auf den Weg zum Flughafen machen. Wir sind zwar nur mit Handgepäck unterwegs, wollen aber trotzdem 2 Stunden vor Abflug am Flughafen sein, da noch die obligatorische Sicherheitskontrolle wartet.

Also nehmen wir wieder die U-Bahn und erreichen problemlos unseren Flug nach Hause. Auf der Fahrt sind wir noch ganz überwältigt von diesem Erlebnis!

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Fazit

Selbst für einen halben Tag hat sich der Besuch von New York City mehr als gelohnt, es war gut für einen ersten Eindruck! Besonders wenn du noch nie dort warst und sich die Gelegenheit für einen Layover bietet, solltest du diese Chance nutzen, du wirst das Erlebnis mit Sicherheit lange in Erinnerung behalten!

Hast du Lust auf viele weitere New York Tipps von anderen Reisebloggern? Dann kann ich dir den Beitrag „Reiseblogger verraten ihren NYC Geheimtipp“ von Yummy Travel empfehlen!

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